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Gifhorn Stadt Was geschah in der Dezember-Nacht?
Gifhorn Gifhorn Stadt Was geschah in der Dezember-Nacht?
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23:00 06.03.2014
Vergewaltigungs-Prozess vor dem Landgericht Braunschweig: Was geschah in der Dezember-Nacht? Quelle: Britta Mahrholz
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Ihr Sohn sei am nächsten Morgen völlig verstört nach Hause gekommen, berichtete die Mutter des heute 22-Jährigen. „Er war nicht mehr der, den ich kannte.“ Anvertraut hat sich der junge Mann zunächst einem guten Freund - und der erzählte gestern, was er damals erfuhr. Demnach sollte der junge Mann einen Cocktail schnell austrinken, dann konnte er sich an einen Schwall kaltes Wasser unter der Dusche erinnern - und daran, dass der Angeklagte sich oral an ihm vergangen habe.

Der Rest des Abends: ein Blackout. Waren K.-o.-Tropfen im Spiel? Beweise dafür gibt es nicht. Hat das mutmaßliche Opfer sich die Geschichte nur ausgedacht? Auch das scheint möglich.

Allerdings gibt es eine SMS des Angeklagten an die Mutter des Opfers, die als Schuldeingeständnis interpretiert werden kann. Und: Auch der Angeklagte hat sich nach dem Abend einem Freund anvertraut: Der Angeklagte sei verstört gewesen und habe sich gefragt, ob an besagtem Abend etwas Schlimmes passiert sei, so der Zeuge. Zwei Zeugen sagten aus, dass der Angeklagte, der zwar mehr als 20 Jahre älter, aber dennoch ein guter Freund sei, sie einmal unsittlich im Schritt berührt habe.

Fortgesetzt wird der Prozess am kommenden Montag mit den Plädoyers. Möglicherweise fällt dann auch schon das Urteil.

alb

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