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Warten aufs Jobcenter: 61-Jährige muss frieren

Gifhorn Warten aufs Jobcenter: 61-Jährige muss frieren

Weil sie bei der Reparatur ihrer Gas-Therme auf einen Zuschuss des Jobcenters angewiesen ist, lebt eine Kästorferin (61) seit dem 5. Januar in einem kalten Haus. Nachbarn, die der verzweifelten Frau helfen, werfen der Behörde Untätigkeit vor. Job-Center-Chef Wilfried Reihl weist die Kritik zurück. Seine Mitarbeiter hätten korrekt gehandelt, der Zuschuss werde nun gezahlt.

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Defekte Heizung: Eine Kästorferin wartete drei Wochen auf einen Zuschuss des Jobcenters - und musste frieren.

Quelle: Photowerk (mpu)

„Was sich hier abgespielt hat, ist menschenunwürdig“, steht für Manuel Teckenburg fest, der direkt neben der 61-Jährigen wohnt. Kurz nach dem Ausfall der Heizung habe die Frau dem Job-Center einen Kostenvoranschlag vorgelegt. „Erst eine Woche später hat man ihr mitgeteilt, dass zwei weitere Kostenvoranschläge notwendig sind“, so der 55-Jährige.

Obwohl diese Voranschläge dem Jobcenter zugegangen seien, habe die 61-Jährige weiter bei Eiseskälte in ihrem Haus ausharren müssen. „Entschieden wurde nicht, weil ein zuständiger Mitarbeiter im Urlaub war“, schimpft Teckenburg. Nachbarn hätten der Frau darum vorerst Elektro-Heizkörper zur Verfügung gestellt.

Job-Center-Chef Wilfried Reihl macht seinen Mitarbeitern auf Grund der „Bearbeitungs-Laufzeit“ keine Vorwürfe. Der Antrag sei bei seiner Behörde am 7. Januar eingegangen. Am 13. Januar seien zwei weitere Kostenvoranschläge eingefordert worden. „Diese wurden am 23. Januar eingereicht“, so Reihl. Weil am 23. und 24. Januar der zuständige Sachbearbeiter Urlaub gehabt habe, konnte nicht entschieden werden. „Am 27. Januar ist die Sache umgehend verfügt worden“, so Reihl. Für den Austausch der Therme erhalte die 61-Jährige einen 2900-Euro-Zuschuss, weitere 890 Euro würden als zinsloses Darlehen verfügt.

ust

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