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Gifhorn Stadt Wahre Geschichte als Buch: Ganzes Dorf schützt Juden vor den Nazis
Gifhorn Gifhorn Stadt Wahre Geschichte als Buch: Ganzes Dorf schützt Juden vor den Nazis
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00:16 29.12.2013
„Einer von uns“: Der Hankensbütteler Jürgen Rohde (M.) hat die Geschichte des Juden Julius Katz (l.) erzählt, der in Groß Oesingen das Dritte Reich überlebte, weil ihn die Dorfgemeinschaft vor den Nazis bewahrte. Quelle: Photowerk
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Wie konnte es einem Juden gelingen, den Holocaust zu überleben - ohne sich zu verstecken? Wie verhielten sich die Dorfbewohner? Und welche Rolle spielte dabei der NSDAP-Ortsgruppenleiter?

Rohde ist diesen Fragen nachgegangen. Das Ergebnis seiner akribischen Recherchen und der zahlreichen Gespräche, die er mit Zeitzeugen führte, hat er nun in seinem Buch „Einer von uns“ veröffentlicht.

Anstatt ein reines Sachbuch zu schreiben, wählte Rohde die belletristische Form der Erzählung, angereichert mit im Wortlaut fiktiven, gleichwohl inhaltlich weitgehend authentischen, da auf Dokumenten und Zeitzeugenberichten beruhenden Dialogen. Durch diesen Kunstgriff überbrückt er die zeitliche Distanz zwischen den damaligen Ereignissen und der Gegenwart und gibt dem Leser so das Gefühl, direkt dabei zu sein. Seine fiktiven Protagonisten Reiner und Matthias, die wie der Autor selbst auf der Suche nach Antworten sind, führen den Leser durch diese wundersame Geschichte, kommentieren sie, stellen Fragen an die Zeitzeugen und zugleich an die Geschichte selbst.

Der Titel »Einer von uns« deutet es bereits an: In diesem Fall war es kein Einzelner, der einem jüdischen Mitbürger das Leben gerettet hatte. Vielmehr schien im ganzen Dorf ein stillschweigendes Übereinkommen zu herrschen, den Juden Julius Katz nicht zu denunzieren. Nur deshalb konnte sich dieser ohne den Judenstern an der Jacke auf die Straße wagen.

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