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Gifhorn Stadt WM-Debakel trifft Handel und Gastronomie
Gifhorn Gifhorn Stadt WM-Debakel trifft Handel und Gastronomie
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20:00 28.06.2018
Deklassiert zum Ladenhüter: So wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft aus der WM geflogen ist, verschwinden auch deren Trikots von den Einkaufszetteln der Fans. Quelle: Lea Rebuschat
Gifhorn

Nagelneue Deutschland-Trikots als Ladenhüter, trockene Zapfhähne und Biergläser: Das frühzeitige WM-Debakel der Fußball-Nationalmannschaft trifft Handel und Gastronomie in Gifhorn hart.

Nach jedem Sieg seien am nächsten Morgen wieder einige Trikots über den Ladentisch gegangen, berichtet Michael Metz vom Ceka-Kaufhaus aus den Erfahrungen früherer Turniere. „Wir sind es gewohnt, bis zur letzten Woche dabei zu sein.“ Diesmal nicht. „Schade.“ Will jetzt noch jemand die aktuellen Ex-Weltmeister-Trikots haben? „Der Verkauf wird gegen null tendieren“, sagt Metz.

Auch Uwe Baumann und sein Real-Team werden diesmal so früh wie noch nie im Markt umräumen – müssen. „Es ist schon enttäuschend.“ Denn gerade während eines Turnieres laufe das Geschäft mit Trikot und Co. erst richtig an, weiß der Marktleiter. Je weiter die Mannschaft komme, desto stärker werde bei den Fans die Euphorie und die Kaufbereitschaft.

Katerstimmung bei Nektarios Moutas von der SV-Vereinsgaststätte: „Wir haben uns schon so gefreut, dass auch das Wetter mitspielt.“ Nur die Nationalelf nicht. Dabei seien die ersten – und einzigen – drei Begegnungen bereits gut besucht gewesen. Zwar würden die Spiele in der Finalrunde mit Sicherheit spannender und ansehnlicher, meint Moutas. Doch er fragt sich, ob sich das die Leute noch in der Kneipe oder eher zuhause vor dem eigenen Fernseher anschauen.

Auch Sven Wiese hat in seiner Gaststätte Schützenwiese den Beamer und die Leinwand schon enttäuscht eingetütet. „Der große Hype ist vorbei.“ Für die Spiele der anderen laufe zumindest sein großer Fernseher noch.

Holger Hirsch vom H 1 ist vor allem als Fußballfan, weniger als Kneipier enttäuscht. Klar sei eine WM ein gutes Zusatzgeschäft, aber eben nur über eine begrenzte Zeit. Viel mehr Kummer bereiteten ihm die neuen Übertragungsrechte der anstehenden Bundesliga- und Champions-League-Saison. „Der Abstieg von Eintracht Braunschweig ist viel schlimmer.“ Die dritte Liga übertrage die Telekom – ohne gewerbliche Angebote. In den Top-Ligen habe Sky Konkurrenz bekommen, Exklusiv-Übertragungen in der Champions League fielen weg. Diese Einschränkungen seien ein viel größeres Thema für die Gastronomie. „Das ist immerhin eine Kalkulation für eine ganze Saison.“

Von Dirk Reitmeister

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