Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Vor Bauarbeiten müssen Weinbergschnecken eingesammelt werden

Gifhorn Vor Bauarbeiten müssen Weinbergschnecken eingesammelt werden

Bevor die Abrissbagger anrücken, um auf dem ehemaligen Fabrikgelände Lindenhof Platz für das 20-Millionen-Euro-Bauprojekt der GWG zu schaffen, müssen die Biologen ran: Auf dem Areal wurden seltene Weinbergschnecken und Insekten entdeckt. Sie sollen eingesammelt und umgesetzt werden.

Voriger Artikel
Kommt der Weinberg-Findling an die Ise?
Nächster Artikel
Angebote für Trauernde: Kinder im Fokus

Seltene Schnecken: Auf dem Lindenhof-Areal, das bebaut werden soll, gibt es Weinbergschnecken, die eingesammelt und umgesetzt werden müssen, bevor die Arbeiten losgehen.

Im trockenen Sand unter einem Dachüberstand sei ein größeres Vorkommen von Larven der Ameisenjungfer (Euroleon nostra), die auch als „Ameisenlöwe“ bezeichnet wird, gefunden worden, stellt Diplom-Biologe Axel Roschen vom Institut für Ökologie und Naturschutz Niedersachsen fest. Er hat für die GWG und ihr Architektenbüro das Gesamtareal akribisch untersucht und eine artenschutzrechtliche Stellungnahme erarbeitet.

Bereits durch den Abriss der alten Fabrikgebäude und Lagerhallen wäre der nachgewiesene Bestand der besonders geschützten Ameisenjungfern gefährdet. „Weil es sich um Larven handelt, die kaum mobil sind und an ihrem Schlupfplatz in selbst geschaffenen Fangtrichtern leben“, so der Fachmann. Die Insekten müssten darum zuvor fachgerecht aufgenommen und an geeigneter Stelle wieder ausgesetzt werden.  

Der Experte aus Bremervörde hat auf dem Areal zudem seltene Weinbergschnecken entdeckt. Insbesondere die Freiflächen müssten vor den Abrissarbeiten nach den Weichtieren fachgerecht abgesucht werden. „Die Umsetzung kann in nahe gelegene Habitate erfolgen“, schlägt der Biologe vor.

Da die GWG ein kleines Wäldchen auf dem Areal erhalten will, finden Vögel dort auch in Zukunft Brutmöglichkeiten. Größere Vorkommen von Fledermausarten hat Roschen auf der Lindenhof-Fläche nicht festgestellt. Eine erhebliche Beeinträchtigung von lokal geschützten Tierarten durch die Baumaßnahme sei nicht gegeben, so sein Fazit.

ust

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsmärchen "Der gestiefelte Kater"

Hier lesen Sie die Sonderveröffentlichungen von AZ und WAZ zu vielen interessanten Themen. mehr

Chefredakteur Dirk Borth im Freitags-Talk auf Radio21

Dirk Borth, der Chefredakteur der Aller-Zeitung und der Wolfsburger Allgemeinen ist jetzt jeden Freitag um 16.30 Uhr bei Radio21 zu hören. "Borth im Radio" - aktuelle Kommentare aus der Region. mehr

Haben Sie Angst vor der Vogelgrippe?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr