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Vor Bauarbeiten müssen Weinbergschnecken eingesammelt werden

Gifhorn Vor Bauarbeiten müssen Weinbergschnecken eingesammelt werden

Bevor die Abrissbagger anrücken, um auf dem ehemaligen Fabrikgelände Lindenhof Platz für das 20-Millionen-Euro-Bauprojekt der GWG zu schaffen, müssen die Biologen ran: Auf dem Areal wurden seltene Weinbergschnecken und Insekten entdeckt. Sie sollen eingesammelt und umgesetzt werden.

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Seltene Schnecken: Auf dem Lindenhof-Areal, das bebaut werden soll, gibt es Weinbergschnecken, die eingesammelt und umgesetzt werden müssen, bevor die Arbeiten losgehen.

Im trockenen Sand unter einem Dachüberstand sei ein größeres Vorkommen von Larven der Ameisenjungfer (Euroleon nostra), die auch als „Ameisenlöwe“ bezeichnet wird, gefunden worden, stellt Diplom-Biologe Axel Roschen vom Institut für Ökologie und Naturschutz Niedersachsen fest. Er hat für die GWG und ihr Architektenbüro das Gesamtareal akribisch untersucht und eine artenschutzrechtliche Stellungnahme erarbeitet.

Bereits durch den Abriss der alten Fabrikgebäude und Lagerhallen wäre der nachgewiesene Bestand der besonders geschützten Ameisenjungfern gefährdet. „Weil es sich um Larven handelt, die kaum mobil sind und an ihrem Schlupfplatz in selbst geschaffenen Fangtrichtern leben“, so der Fachmann. Die Insekten müssten darum zuvor fachgerecht aufgenommen und an geeigneter Stelle wieder ausgesetzt werden.  

Der Experte aus Bremervörde hat auf dem Areal zudem seltene Weinbergschnecken entdeckt. Insbesondere die Freiflächen müssten vor den Abrissarbeiten nach den Weichtieren fachgerecht abgesucht werden. „Die Umsetzung kann in nahe gelegene Habitate erfolgen“, schlägt der Biologe vor.

Da die GWG ein kleines Wäldchen auf dem Areal erhalten will, finden Vögel dort auch in Zukunft Brutmöglichkeiten. Größere Vorkommen von Fledermausarten hat Roschen auf der Lindenhof-Fläche nicht festgestellt. Eine erhebliche Beeinträchtigung von lokal geschützten Tierarten durch die Baumaßnahme sei nicht gegeben, so sein Fazit.

ust

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