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Gifhorn Stadt Von den „guten“ Seiten der Brennnessel
Gifhorn Gifhorn Stadt Von den „guten“ Seiten der Brennnessel
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00:16 03.08.2013
Kräuterwanderung rund um die Wesendorfer Hammersteinsiedlung: Petra Nadolny (r.) bringt den Teilnehmern die heimische Pflanzenwelt näher. Quelle: Maren Kiesbye
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„Wir möchten gerne das Wissen darüber vermitteln, was man so an wertvollen Dingen aus der Natur holen kann“, erzählt Petra Nadolny. Gemeinsam mit Ulrike Bauschke leitet sie seit Anfang des Jahres monatlich Kräuterwanderungen durch die Wälder und Felder rund um die Wesendorfer Hammersteinsiedlung.

Die Frauen, beide zertifizierte Heilpflanzenexpertinnen, haben sich Anfang 2013 zusammengetan. Jeder Wanderung liegt ein bestimmtes Thema zugrunde, oft geht es um Heilpflanzen. Natürlich wissen die Pflanzenexpertinnen jedoch auch, wie aus bestimmten Pflanzen Öle, Essig, Salze, ganze Menüs, aber auch Kosmetika und Seife erstellt werden können.

Fachkundig berichtete Nadolny bei der jüngsten Wanderung über die Heilwirkung von Brennnesseln, Kamille, Johanniskraut, Thymian und Labkraut: „Pflanzen, die als Unkraut bezeichnet werden und direkt vor der Tür wachsen, haben oft erstaunliche Heilwirkungen“, so Nadolny. „So ist zum Beispiel die Brennnessel sehr eisenhaltig und gilt als leichtes Aphrodisiakum. Johanniskraut hat außer den bekannten stimmungsaufhellenden und angstlösenden Heilwirkungen die Fähigkeit, Wunden zu versorgen. Und Beifuß entgiftet den Körper.“ Sie selbst ist in der Hammerstein-Siedlung aufgewachsen, und kennt daher jede Pflanze vor Ort.

„Ich möchte gerne lernen, die Kräuter in meiner Umgebung im Rahmen meiner Möglichkeiten zu nutzen“, erklärte Barbara Terlaak aus Grassel. Auch Renata Staskiewicz wollte gerne erfahren, was rund um ihre Siedlung so wächst: „Ich kenne die Wälder hier nur durch Pilzesammeln“, erzählte sie. „Jetzt möchte ich mich mehr mit Kräutern befassen.“

kye

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