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Gifhorn Stadt Volle Praxen, geschlossene Krippe: Heftige Grippewelle
Gifhorn Gifhorn Stadt Volle Praxen, geschlossene Krippe: Heftige Grippewelle
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00:16 06.02.2017
Viren-Alarm im Landkreis Gifhorn: Die Anzahl grippaler Infekte, die sich hartnäckig halten, ist derzeit sehr hoch. Quelle: Archiv
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Gifhorn

„Seit dem 17. Januar haben die Fälle allmählich zugenommen“, sagt Amtsarzt Josef Kraft vom Landkreis zum Thema Grippe. Das sei eine normale Entwicklung um diese Jahreszeit. Die Scheitelwelle erwartet Kraft Mitte Februar. „Wir haben Meldungen aus Kindertagesstätten, wo von hohem Fieber die Rede ist.“

„Es wird jetzt mehr“, sagt auch Dr. Klaus-Achim Ehlers, Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung. Von einer Epidemie wie in anderen Regionen Deutschlands und Mitteleuropas will er noch nicht sprechen. Viel mehr Arbeit bereite ihm und seinen Kollegen die Welle an grippalen Infekten. „Und das massenhaft.“ Häufig infizierten sich die Patienten mehrfach hintereinander, so dass sie bis zu sechs Wochen mit Dauererkältung herum liefen. „Es ist hartnäckig. Dann haben wir häufig noch bakterielle Zweitinfektionen. Dann liegen die Patienten richtig flach.“

Ursache für die massiven Erkältungen: „Das Wetter und inadäquate Kleidung“, sagt Ehlers. Bei nasskalter Witterung zu leicht bekleidet unterwegs zu sein, mache es Viren einfach. Die Erkältungs- und Grippewelle zum Erliegen bringen würde ein trockener Frost über mehrere Wochen. Als Vorsorge gegen die Grippe sei am sinnvollsten eine Impfung im Spätherbst. „Der Körper braucht zwei bis drei Wochen, um den Impfschutz voll aufzubauen.“

Weil bei zwei Kindern der Einrichtung der RSV-Virus, ebenfalls ein Erreger von akuten Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege, festgestellt wurde, hat die Samtgemeinde Boldecker Land vorsorglich die Krippe in Tappenbeck geschlossen, so Werner Hanisch von der Samtgemeindeverwaltung. „Die Einrichtung wird vorsorglich gereinigt. Möglicherweise muss sie auch Montag noch geschlossen bleiben.“

rtm

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