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Viel mehr Einbrüche: Banden im Visier

Gifhorn Viel mehr Einbrüche: Banden im Visier

Osteuropäischen Banden, die nur für Straftaten nach Deutschland einreisen, bereiten auch Gifhorns Polizei zunehmend Kopfzerbrechen. „Die Zahl der Einbruchdiebstähle aus Wohnungen ist im Landkreis im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent angewachsen“, sieht Kripo-Chef Jürgen Schmidt eine „enorme Steigerung“ der Fallzahlen.

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Dramatische Steigerung der Fallzahlen: Immer mehr Einbrüche geschehen im Kreis Gifhorn.

Quelle: Archiv

174 Wohnungseinbruch-Diebstähle gab‘s 2014, 262 sind es bisher in diesem Jahr - eine Ende ist nicht in Sicht. „Wir haben es mit Banden zu tun, die strukturiert und perfekt organisiert vorgehen“, beschreibt Schmidt die Schwierigkeiten bei den Ermittlungen. Die Täter-Gruppierungen kämen aus Litauen, Bulgarien, Polen, Georgien oder dem Kosovo nach Deutschland, um hier dann ganz gezielt Einbrüche zu verüben. „Dabei arbeiten die Banden länderübergreifend“, weiß Schmidt, dass die professionellen Einbrecher im gesamten Bundesgebiet aktiv sind.

Auch im Landkreis Gifhorn würden die Täter oftmals bei Landsleuten - den so genannten „Residenten“ - Quartier beziehen, um von dort aus zu ihren Beutezügen zu starten. Bei diesen „Residenten“ hielten sich die Täter jedoch nur sporadisch und für kurze Zeit auf. Besonders perfide: Die Beute aus den Wohnungseinbrüchen - darunter oftmals Schmuck, Laptops oder Handys - werde per Post in die Heimatländer der Täter geschickt.

Banden, die in Wohnhäuser und Wohnungen im Landkreis Gifhorn eindringen und beispielsweise nur wenige Tage später im Ruhrgebiet zuschlagen: Das Zusammenführen dieser Verfahren sei aufwändig und bereite den Ermittlern erhebliche Probleme. Gemeinsam mit dem LKA gehe es darum, „Reisewege“ festzustellen.

Die Aufklärungsquote bei Diebstählen aus Wohnungen liege aktuell bei nur 20 Prozent, verweist Schmidt auf eine „hohe Einsatzbelastung“ der Polizei.

ust

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