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Gifhorn Stadt Verwahrloster Friedhof: Didderser sind entsetzt
Gifhorn Gifhorn Stadt Verwahrloster Friedhof: Didderser sind entsetzt
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00:30 04.10.2014
Wiese statt Rasen (unten): Die Bürger sind unzufrieden mit der Pflege des Friedhofes in Didderse. Sie sammelten Unterschriften für die Rückgabe der Trägerschaft an die Samtgemeinde und übergaben diese an Bürgermeister Randolf Moos. Quelle: Photowerk (co)
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Eine Bürgerinitiative sammelte rund 300 Unterschriften und übergab diese nun an Bürgermeister Randolf Moos.

Marlene Haus hatte die Unterschriftenaktion gestartet. Viele Familienangehörige der Didderserin liegen auf dem Friedhof begraben - und sie weiß von Bürgern, die ihre Angehörigen lieber auf anderen Friedhöfen beerdigen ließen. „Wir wollen aufrütteln, damit etwas geschieht“, sagte die 77-Jährige.

„Wir Bürger sind entsetzt über den ungepflegten Zustand unseres Friedhofes“, heißt es in der Erklärung. Mit der Unterschriftenliste fordern sie die Rückgabe der Trägerschaft an die Samtgemeinde.

Die ging vor acht Jahren auf die St. Viti-Kirchengemeinde über. Das sei damals umstritten gewesen, so der Bürgermeister. Doch der Rat stimmte mehrheitlich dafür. Hintergrund seien die Eigentumsverhältnisse gewesen und die Frage, wer die Gebühren für Begräbnisse einnimmt. Der Friedhof gehört zum Teil der politischen Kommune, zum anderen Teil der kirchlichen Gemeinde.

Nach den Richtlinien der kirchlichen Verwaltung muss sich ein Friedhof finanziell selbst tragen. Die Gebühren für die wenigen Beerdigungen allein auf dem kleinen Friedhof reichten aber nicht - die Kirche geriet mit der Pflege in den Rückstand.

„Die Kalkulation von damals ging nicht auf“, so Pastor Thorsten Schuerhoff, der vor einem Jahr nach Didderse wechselte. „Wir sehen mit großer Trauer, wie der Zustand schlechter wird - aber wissen keine andere Lösung.“ Darum soll die Trägerschaft wieder an die Samtgemeinde gehen. Laut Moos beziffere die Papenteicher Verwaltung den Investitionsbedarf auf rund 125.000 Euro. Und: Außer den politischen Gremien müssten Kirchenkreis und Landeskirche einer Übertragung zustimmen, so Schuerhoff.

co

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