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Gifhorn Stadt Verpackt wie der Reichstag
Gifhorn Gifhorn Stadt Verpackt wie der Reichstag
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18:34 14.10.2013
In Folie: Damit kein Gas nach außen dringen kann, wurde die Wahrenholzer Mühle verpackt – wie einst der Reichstag. Quelle: Hans-Jürgen Ollech
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Die sogenannte Einhausung der Wahrenholzer Mühle soll am Mittwochmittag abgeschlossen sein, sagte der leitende Facharbeiter der Firma Desinsekta, Harald Wenzel.

Verpackt werden 1350 Kubikmeter Raum, für die rund 900 Quadratmeter Folie benötigt werden, sagte Werner Potratz, Geschäftsführer der Mühlenfreunde, der mit seinem Vorsitzenden Wilhelm Warneboldt und Müllermeister Wilfried Nitsche die Arbeiten begleitet.

Das Gerüst wurde bereits in der vergangenen Woche aufgestellt. Rund 20.000 Euro kostet die Maßnahme. Zwölf Interessenten nutzten das Angebot der Mühlenfreunde und schafften viele alte Möbel wie Bettgestelle, Truhen, Holzkörbe, Schränke heran, um sie ebenfalls vom Holzwurm zu befreien.

Die Fachfirma verschließt mit der Folie auch die letzten Winkel und Ecken der Mühle. Für zusätzliche Sicherheit sorgt ein Tischler, der aus allen Zugangstüren die Schlösser ausbaut und die Türen versiegelt, so das auch wirklich kein Gas vom Typ „Sulfuryldifluorid“ in das direkt angebaute Wohnhaus eindringen kann.

Bis Mittwoch um 12 Uhr wird die Mühle restlos verdichtet sein und dann für 72 Stunden mit dem Gas befüllt. Wenzel ist weiterhin vor Ort, er wird Gasdruck und Dosierung über Messgeräte, die in jeder Etage angebracht sind, kontrollieren.

„Wenn alles nach unseren Vorstellungen verläuft, dann wird ab Samstagmittag für 24 Stunden entlüftet“, sagte Wenzel, so dass die Mühle ab kommenden Dienstag wieder betreten werden darf.

oll

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