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Gifhorn Stadt Verkehrsberuhigung, die nicht alle begeistert
Gifhorn Gifhorn Stadt Verkehrsberuhigung, die nicht alle begeistert
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00:23 17.05.2014
Verkehrsberuhigung selbstgemacht: Parkende Fahrzeuge zwingen den Durchgangsverkehr in Ribbesbüttel zum Abbremsen. Quelle: Rudert
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Zurzeit stehen hin und wieder parkende Autos am Straßenrand. Die Folge: Hupkonzerte und schon mindestens zwei Auffahrunfälle.

Ein Parkverbot gibt es nicht, die Autos dürfen dort stehen. „Deshalb kann man das Parken nicht als Unfallursache bezeichnen“, sagt Bürgermeister Ulf Kehlert. „Ohne die geparkten Autos wären die Unfälle allerdings nicht passiert.“

Eine missliche Situation. Auch Kehlert hätte lieber heute als morgen eine sinnvolle Verkehrsberuhigung. Die Bürger, die seit Jahren dafür kämpfen, haben immer wieder Vorschläge gemacht (AZ berichtete) - bislang ohne Erfolg. Kehlert: „Wir haben mal über einen Blitzer gesprochen.“ Ging nicht, weil der Landkreis den genehmigen müsste. Tut er nicht, weil es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt handelt. Auch eine Fußgängerampel scheitert an Formalien: „Dafür müssten 50 Fußgänger oder 30 Schulkinder pro Stunde die Straße überqueren“, sagt Kehlert. Utopische Zahlen.

Nächste Idee: provisorische Fahrbahneinengungen. „Die kosten 5500 Euro pro Stück. Und wenn die Fahrzeuge abbremsen und wieder anfahren, haben wir mehr Lärm und Emissionen als vorher“, sagt Kehlert. Verkehrsinseln? „Die müssten so sein, dass auch Mähdrescher und Schulbusse durchkommen - aber dann bremsen sie Autos nicht mehr ab.“

Nun kommt auch noch der Umleitungsverkehr wegen der B4-Sperrung auf Ribbesbüttel zu. Da heißt Kehlerts Devise: „Den Verkehr schnell rein und schnell wieder raus lassen.“ Weshalb er gegen eine Verkehrsberuhigung noch vorher ist. Andererseits: „Wenn jemand eine wirklich gute Idee bringt, setzen wir die sofort um.“ Es darf also weiter gesucht werden nach dem Ei des Kolumbus.

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