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Gifhorn Stadt Vergewaltigungsprozess: Staatsanwalt fordert dreieinhalb Jahre Haft für Gifhorner
Gifhorn Gifhorn Stadt Vergewaltigungsprozess: Staatsanwalt fordert dreieinhalb Jahre Haft für Gifhorner
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00:25 24.11.2018
Vergewaltigungsprozess: Am Mittwoch fällt das Urteil im Landgericht Hildesheim.
Gifhorn

Einen Schweigepakt hatten die zwei Cousinen geschlossen: Niemand sollte erfahren, was mit ihnen im Haus des 47-Jährigen in Hourghada (Ägypten) passiert ist. Die ältere der beiden brach den Pakt, sprach über den sexuellen Missbrauch in den Weihnachtsferien 2006. Seit 2011 wird gegen den Mann ermittelt. Erst jetzt sitzt er wegen Vergewaltigung auf der Anlagebank vor dem Landgericht Hildesheim (AZ berichtete).

Jahrelang dem Verfahren entzogen

„Jahrelang haben Sie sich dem Verfahren entzogen“, sagte Staatsanwalt Thiemo Ebeling in seinem Plädoyer. Vom Vorwurf der Vergewaltigung der damals 14-Jährigen hinter dem Penny-Markt in Gifhorn sei der Mann freizusprechen. Sein Opfer sei damals bereits 14 Jahre alt gewesen, eine Gewaltanwendung habe sich nicht zweifelsfrei nachweisen lassen.

Opfer war 13 Jahre alt

Dagegen hält er den sexuellen Missbrauch an der ein Jahr jüngeren Cousine für erwiesen. Bei diesen Straftaten, die der Mann gestanden hatte, würde Gewalt und Zwang nicht vorausgesetzt. Es zähle das Alter des Opfers und das war bei den Taten erst 13 Jahre alt. „Das pubertäre Verhalten haben Sie für sexuelle Handlungen ausgenutzt – über Tage“, sagte der Staatsanwalt weiter. Auch habe er keine Einsicht des Angeklagten erkannt, sich falsch verhalten zu habe, so der Staatsanwalt weiter.

Haftbefehl in Vollzug setzen

Er forderte für den Mann eine Gesamtfreiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Wegen der drohenden Strafe will der Staatsanwalt den Haftbefehl wieder in Vollzug setzen, da Fluchtgefahr bestünde. Der Vertreter der beiden Mädchen kritisierte, dass das Geständnis des Angeklagten rein taktisch geprägt und nur teilweise erfolgt sei. Von einvernehmlichem Sex, so wie vom Angeklagten behauptet, könne hier nicht gesprochen werden, so der Anwalt weiter. Die Strafzumessung legte er in die Hände der Kammer.

Verteidiger beantragt Bewährungsstrafe

Der Verteidiger des 47-Jährigen wies darauf hin, dass sein Mandant keine Gewalt angewendet habe. Er sei ein junger, wirtschaftlich erfolgreicher Mann gewesen und habe das Leben eines Playboys geführt. Die Mädchen seien schon am männlichen Geschlecht interessiert gewesen. Freispruch forderte er für die Tat in Gifhorn. Für die Taten in Ägypten beantragte er eine Strafe im bewährungsfähigen Bereich. Zweifel am Wahrheitsgehalt der Aussagen der Mädchen hatte eine Sachverständige vor den Plädoyers beseitigt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hätten die Mädchen Erlebtes geschildert, so die Gutachterin. Das Urteil soll am Mittwoch gefällt werden.

Von Bettina Reese

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