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Gifhorn Stadt Verfahren eingestellt: Schnehage hat keine Hilfsgelder veruntreut
Gifhorn Gifhorn Stadt Verfahren eingestellt: Schnehage hat keine Hilfsgelder veruntreut
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23:35 16.12.2010
Hilfe für Afghanistan: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen Katachel-Vorsitzende Sybille Schnehage eingestellt.

Der ehemalige afghanische Projektleiter Dadgul Delawar hatte Schnehage im Januar beschuldigt, Hilfsgelder in Höhe von rund 500.000 Euro unterschlagen zu haben. „Es haben sich keinerlei Anhaltspunkte für von Sybille Schnehage zu verantwortende Untreuehandlungen ergeben, insbesondere nicht für eine persönliche Bereicherung“, sagte Oberstaatsanwalt Joachim Geyer gestern. Die Ermittlungen gegen Delawar hingegen seien wegen dessen derzeitiger Unerreichbarkeit nur vorläufig eingestellt worden. „Er soll sich in Afghanistan in Haft befinden. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass er die fehlenden Projektgelder veruntreut hat“, sagte Geyer.

Bei Sybille Schnehage ist die Erleichterung groß. „Ich wusste, dass an den Vorwürfen nichts dran ist. Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass die Sache schneller vom Tisch ist“, sagte sie gestern.

Trotz der Ermittlungen lief die Arbeit in Afghanistan auch in den vergangenen Monaten weiter – wenn auch unter erschwerten Bedingungen. „Viele Menschen, von denen ich dachte, sie wären Freunden, haben mich fallen gelassen“, berichtet Schnehage. Außerdem seien weniger Spendengelder geflossen. „Ich musste um die Existenz des Vereins kämpfen“, so Schnehage. „Ein Jahr lang habe ich gekämpft und mein Leben eingesetzt, damit unsere Arbeit weiter geht.“

Jetzt plant die Katachel-Vorsitzende bereits ihre nächste Reise nach Afghanistan. Und dann hat sie viele neue Ideen im Gepäck, wie sie den Menschen vor Ort helfen kann.

alb