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Gifhorn Stadt Vandalismus am Strohballenhaus
Gifhorn Gifhorn Stadt Vandalismus am Strohballenhaus
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16:00 02.11.2012
Sinnlose Zerstörungswut: Gabriele Busse-Radünz und Waldemar Trippel an einem der zerstörten Fenster. Quelle: Christina Rudert

Fenster zerschlagen, die Lehmwand aufgebrochen, Stroh aus der Wanddämmung gerissen und damit und mit dem Bein eines zertrümmerten Stuhls ein Feuer angezündet: Im Wasbütteler Strohballenhaus sieht es katastrophal aus. „Vandalismus“, stellt Bürgermeister Lothar Lau fest, der am Donnerstag Anzeige bei der Polizei erstattet hat.

Die Tür ist immer unverschlossen, „eigentlich, damit niemand die Scheiben zerschlägt, um reinzukommen“, sagt Lau. Jetzt haben sich vermutlich Jugendliche zu einer Alkohol-Party in dem Haus getroffen, Schulhausmeister Waldemar Trippel entdeckt in einer Ecke die Überreste von zwei Wodkaflaschen. Auf dem Steinfußboden liegen Zigarettenkippen und der klägliche Rest des Lagerfeuerchens.

„Zum Glück ist das nicht größer geworden“, ist Lehrerin Gabriele Busse-Radünz erleichtert. Sie nutzt das Strohballenhaus regelmäßig für Unterricht, es stehen auch ein paar Schultische und Stühle darin. „Wir können hier mikroskopieren, im Graben keschern und das Obst ernten“, berichtet sie von naturnahem Unterricht in den Sommermonaten.

„Die Nachbarn haben am späten Dienstagabend hier Lärm gehört“, hat Lau erfahren, als er die Zerstörungen feststellte. Zwei Drittel der Fensterscheiben sind entweder ganz zerschlagen oder beschädigt, ein Fenster haben die Unbekannten mit der Deichsel des im Haus abgestellten Handkarrens von innen zerstört. „Jetzt müssen wir sehen, wie wir die Fenster vor Einbruch des Winters dicht bekommen“, sagt Lau, der darauf hofft, dass Trippel neue Scheiben einsetzen kann.

tru