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Gifhorn Stadt Urteil gegen Substitutions-Ärztin: Zwei Jahre zur Bewährung
Gifhorn Gifhorn Stadt Urteil gegen Substitutions-Ärztin: Zwei Jahre zur Bewährung
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14:18 17.02.2017
Zwei Jahre Haft zur Bewährung: Am Freitag sprach das Landgericht das Urteil gegen eine ehemalige Substitutions-Ärztin aus dem Landkreis Gifhorn. Quelle: Archiv
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Landkreis Gifhorn

Zur Last gelegt wurden ihr die unerlaubte Abgabe sowie Überlassung von Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen in 203 Fällen und 14 Betrugsfälle in Form fehlerhafter Abrechnungen, die Substitution eines Minderjährigen wurde als minderschwerer Fall bewertet.

1993 hat die Ärztin, die ihre Approbation inzwischen zurückgegeben hat, mit der Substitution von 50 Patienten angefangen, 2008 genehmigte ihr die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) die Behandlung von bis zu 100 Substitutionspatienten. „Es gab für keinen Patienten eine Dokumentation, die den Anforderungen auch nur annähernd entspricht“, stellte die Vorsitzende Richterin Renate Reupke in der Urteilsbegründung fest. Zu keiner Zeit habe die Genehmigung bestanden, den Patienten ihre Opiate mitzugeben, was der Ärztin auch bewusst gewesen sei. Die Angeklagte habe gegen die grundlegendsten Erfordernisse ärztlichen Handelns verstoßen.

Renate Reupke stellte klar, dass das Verfahren keine Wertung der ärztlichen Arbeit bedeute. „Die Angeklagte hat sich aufopferungsvoll für ihre Patienten eingesetzt.“ Strafmildernd werde die Teilgeständigkeit gewertet, ebenso die Tatsache, dass die Ärztin bereits mit der Schadenswiedergutmachung der KVN-Rückforderung von 513.000 Euro begonnen habe. Sowohl die zweiwöchige Untersuchungshaft als auch die lange Verfahrensdauer habe eine erhebliche Belastung für die 65-Jährige bedeutet.

Als Bewährungsauflagen darf die Ärztin fünf Jahre keine Substitution leisten und muss jeden Wohnortwechsel mitteilen. Gegen das Urteil kann bis Freitag Revision eingelegt werden.

tru

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