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Gifhorn Stadt Unterhalt nach Unfall: Richter fordert Fakten
Gifhorn Gifhorn Stadt Unterhalt nach Unfall: Richter fordert Fakten
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00:16 24.01.2014
Tragischer Unfall: In diesem Wrack starb der Mann von Liane Bukowski aus Isenbüttel. Jetzt kämpft die Witwe vorm Landgericht um Unterhalt. Quelle: Photowerk (Archiv)
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„Sie haben einen schmerzlichen Verlust erlitten“, stellte Richter Frank Pardey fest. „Das ändert aber nichts daran, dass wir die Dinge prüfen müssen, um zu einem gerechten Ergebnis zu kommen.“ Im Klartext: Sind die Forderungen gerechtfertigt? Oder ist die Argumentation der Gegenseite schlüssig, die weit weniger zahlen will?

Die Frage der Schuld am Unfall sei geklärt, wandte sich der Richter an die Klägerin: „Jetzt geht es nur noch darum, dass Sie auch bekommen, was Ihnen zusteht - nur was das ist, kann ich Ihnen heute noch nicht sagen.“

Dass die Versicherung bisher keinen Cent gezahlt habe, stimme keineswegs, betonte Richter Pardey. „Aber die Zahlungen wurden eingestellt“, entgegnete Anwältin Julia Henze. Die strittige Summe müsse eben erst geklärt werden, so Pardey.

Die Reihe der offenen Fragen ist lang: Ist die Frau tatsächlich voll erwerbsunfähig? Ist das frühere Gehalt ihres verstorbenen Mannes korrekt angesetzt? Darf eine fiktive Miete fürs Eigenheim berechnet werden? Sind Rücklagen für Anschaffungen gerechtfertigt? Und braucht die Familie wirklich zwei Autos und einen Dauer-Campingplatz?

Der Richter will Antworten, die Gegenseite auch. Und Liane Bukowski? „Sie kann nicht mehr und will das alles nur noch schnell zu einem Ende bringen“, erklärte ihre Anwältin. Der Prozess wird fortgesetzt.

til

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