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„Uns wird der Schulhof genommen“

Gifhorn: Jetzt protestieren die Stein-Schüler „Uns wird der Schulhof genommen“

So viel Post hat Gifhorns Bürgermeister Matthias Nerlich auf einen Schlag noch nie bekommen: Mit mehr als 300 Briefen protestieren die Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule gegen die drastische Verkleinerung ihres Pausenhofes. Durch den geplanten Bau des Edeka-Marktes und eines Parkhauses soll die derzeit 3800 Quadratmeter große Fläche halbiert werden.

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Jetzt melden sich auch die Schüler zu Wort: 300 Briefe verfassten die Kinder und Jugendlichen der Stein-Schule, um ihre Bedenken im Zuge des Markt-Neubaus zu äußern.

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. „Wir sind nicht gegen den Edeka-Markt, aber wir brauchen auch während der Bauphase und danach einen nutzbaren Pausenhof mit Spielgeräten“, sagt Mustafa Siala, Sprecher der Schülervertretung (SV). Auch das Fällen der zum Teil riesigen Eichen - es geht um mehr als 20 Bäume - ist ein Thema, das die SV-Mitglieder Dorian Reese und Marvin El-Oumari kritisch sehen. „Nach Fertigstellung der Baumaßnahme wird Grün fehlen - wir gucken dann nur noch auf Betonwände“, sagt Reese. Die SV kann es nicht verstehen, dass die Stadt bisher keine konkreten Pläne für eine vernünftige Nachnutzung und Umgestaltung des Schulhofes präsentiert hat. „Dabei sind wir doch Gifhorns größte Hauptschule und die zweitgrößte Schule in Trägerschaft der Stadt“, wundert sich Siala. 360 Schülerinnen und Schüler - darunter 50 Inklusionsschüler - und ein 40-köpfiges Kollegium seien von der Baumaßnahme und deren Folgen betroffen.

„Wir hoffen, dass der Bürgermeister unseren Protest ernst nimmt und Kontakt mit uns sucht“, wünscht sich Dorian Reese. Als die SV-Vertreter gestern die mehr als 300 Briefe im Rathaus ablieferten, sei es zu keinem Gespräch gekommen. „Der Bürgermeister hat uns gesehen - dann jedoch die Tür zu seinem Zimmer zugemacht“, berichtet Siala. „Die Briefe haben wir dann bei seiner Sekretärin abgegeben.“

Neben den Briefen protestieren die Stein-Schüler auch mit Plakaten gegen die Schulhof-Verkleinerung und das geplante Fällen der Bäume. „Uns wird der Schulhof genommen“ und „Lebensraum für Tier und Mensch“ steht auf weißen Spruchbändern, die an den Eichen auf dem Pausenhof angebracht worden sind.

ust

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