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Ungleichgewicht: Sportliche Infrastruktur

Hillerse/Leiferde Ungleichgewicht: Sportliche Infrastruktur

Hillerse. Für den Bau eines Kunstrasenplatzes in Hillerse machte sich am Dienstag erneut Uwe Grützmacher stark. Der Spartenleiter der Hillerser Fußballer betonte auf AZ-Anfrage, dass neben den TSV-Sportlern vor allem die 300 Kinder und Jugendlichen des JFV-Fußballnachwuchses sowie deren 46 Betreuer von dem 450.000-Euro-Projekt profitierten.

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Jugendcamp der JFV-Kickers: Allein die beteiligten 300 Kinder profitieren laut Uwe Grützmacher von einem Kunstrasenplatz in Hillerse.

Enttäuscht zeigte sich Grützmacher von der Ablehnung des Meinerser Samtgemeinderates. Das Gremium habe sich in nicht öffentlicher Sitzung gegen einen Zuschuss in Höhe von 100.000 Euro an dem Kunstrasen-Projekt ausgesprochen. Ihre Ablehnung habe die Mehrheitsfraktion damit begründet, dass ein Zuschuss für Hillerse keine Pflichtaufgabe sei, so Grützmacher. Seine Kritik dazu: „Dass uns keinerlei Möglichkeit geboten wurde, das Projekt zu präsentieren.“ Grützmacher meint, „das alles ist unmoralisch“. Er sieht in der „sportlichen Infrastruktur der Samtgemeinde Meinersen ein Ungleichgewicht“. In Meinersen entstehe demnächst die vierte Turnhalle, zählt er auf. Und Müden sei in puncto Sporthallen so gut aufgestellt, dass dort „sogar Basketball gespielt werden kann“. Das sei „in Hillerse und Leiferde nicht denkbar“.

Er hofft trotzdem, den ersten Kunstrasenplatz im Landkreis Gifhorn in Hillerse realisieren zu können. Bereits im Vorfeld hatte er eine Kostenschätzung über 450.000 Euro präsentiert. Hoffnung dabei – dass sich Kreissportbund, Gemeinde, Samtgemeinde und der Kreis beteiligen. 100.000 Euro könnten durch Eigenmittel erbracht werden.

Eine Zusage gibt es bislang für das Projekt: Der Rat Hillerse votierte dafür, die Anlage mit 100.000 Euro zu unterstützen (AZ berichtete). Ablehnung dagegen in Leiferde: Der Fachausschuss dort empfiehlt nicht den Bau eines Kunstrasenplatzes (Text unten).

hik

Kein Zuschuss für Hillerse

Leiferde. Um Kostenbeteiligung der Gemeinde Leiferde für eine Lautsprecheranlage in der Sporthalle der gymnasialen Außenstelle sowie den Bau des Kunstrasenplatzes für den JFV Kickers Hillerse-Leiferde-Volkse-Dalldorf (Text oben) ging es jetzt im Jugend-, Sport- und Kulturausschuss. Mit beidem hatten die Leiferder Politiker ihre Bauchschmerzen.

Die Musikanlage der Schulsporthalle werde zwar von Leiferder Vereinen genutzt. Als Eigentümerin der Sporthalle habe aber die Samtgemeinde allein für eine Ausstattung zu sorgen, waren sich SPD und Grüne einig. Uwe Baumgarten (CDU) sah einen Kompromiss darin, dass die Gemeinde sich zu 50 Prozent an den Gesamtkosten von rund 8000 Euro für Lautsprecher nebst Verstärker beteiligt – so nutzten vorrangig Leiferder die Anlage. Der Ausschuss lehnte die Kostenbeteiligung ab.

Geschlossen sprach sich das Gremium dagegen aus, den Bau eines Kunstrasenplatzes in Hillerse mit 100.000 Euro zu fördern. Vom Platz profitiere wohl kaum der Fußballnachwuchs sondern eher die Landesliga-Mannschaft des TSV Hillerse, sagte Grundmann. Zumal der Kunstrasenplatz den B-Platz in Hillerse ersetzen soll. „Aus dem JFV wusste niemand etwas von dem Antrag“, meinte er. Auch habe der JFV wohl kaum Interesse an einem Kunstrasenplatz in Hillerse, da er über „hervorragende Trainingsplätze“ in Volkse-Dalldorf verfügt. Zuhörer Peter Thom, in SV Leiferde und im JFV tätig, bestätigte: „Wir haben mit dem Antrag nichts zu tun.“

hik

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