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Unfall bei Blaulicht-Einsatz: Passiert selten

Gifhorn Unfall bei Blaulicht-Einsatz: Passiert selten

Gifhorn. Kollision trotz Blaulicht: Unfälle im Einsatz sind für Rettungsdienst und Polizei im Kreis Gifhorn Ausnahmen. Der Crash auf der Tankumseekreuzung am Mittwoch (AZ berichtete) war fürs DRK der erste seit fünf Jahren. Der beteiligte Rettungswagen erlitt einen Totalschaden.

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Ein Bild mit Seltenheitswert: Ein Rettungswagen krachte auf der Tankumsee-Kreuzung mit einem Touran zusammen.

Quelle: Sebastian Preuß

Eine Quote hat DRK-Rettungsdienstchef Burkhard Otte nicht zur Hand. Aber „der letzte Unfall war vor fünf Jahren“. Bei so vielen Einsatzfahrten - etwa 9000 waren es 2014 (jährliche Steigerung acht Prozent) - sei das ein gutes Ergebnis.

Auch Polizeisprecher Thomas Reuter verweist auf eine geringe Unfallquote im Einsatz- und Streifendienst. „Weniger als ein Unfall pro Jahr in den letzten zehn Jahren.“ Das liege auch an der Schulung. Über eine viel befahrene Kreuzung fahren die Kollegen ihm zufolge trotz Blaulicht nur mit Schritttempo.

Der Rettungswagen-Fahrer fuhr mit Blaulicht bei fließendem Verkehr über die rote Ampel - und stieß dann mit dem Touran der 60-Jährigen zusammen: Otte rechnet deshalb mit einer Teilschuld.

Die Folgen für den gerade transportierten Patienten und die Besatzung waren gering, freut sich Otte. „Ein Kollege hatte sich den Ringfinger ausgerenkt und selbst wieder eingerenkt.“ Die Besatzung sei für einige Tage vorsorglich krank geschrieben, der Patient kam gleich mit einem anderen Rettungswagen weiter.

Das liege auch an der modernen Sicherheitstechnik der Rettungsfahrzeuge. Früher seien Aufbauten wie Kartenhäuser zusammengestürzt. Und heute? „Die Geräte sind an der Wand geblieben.“ Abschreiben kann das DRK den Wagen, den Spezialisten des Aufbau-Herstellers zur Unfallanalyse untersuchen werden, trotzdem. Zwar sei gerade sowieso ein Fahrzeug wegen eines bevorstehenden Wechsels mehr im Fuhrpark, dennoch werde man zügig einen Ersatz beschaffen müssen.

rn

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