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Überraschungsfund: Gifhorner entdecken alte Forst-Dokumente

Beim Sanieren eines Hauses an der Braunschweiger Straße Überraschungsfund: Gifhorner entdecken alte Forst-Dokumente

Bei der Entrümpelung eines baufälligen Hauses in Gifhorn wunderten sich Hakan Ustaoglu (33) und Yunus Tekin (33) nicht schlecht. Auf dem Dachboden des Altbaus in der Braunschweiger Straße lagen hinter einer Holzwand einige auf dem Fußboden verstreute Zettel. „Wir wussten anfangs nichts damit anzufangen, die eigenartige Schrift konnten wir nicht lesen“, sagt Haken Ustaoglu, „erst als wir das Datum 1875 sahen, wussten wir, dass es etwas Besonderes ist.“

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Aufmerksame Bauherren: Zahlreiche alte Dokumente der ehemaligen königlichen Oberförsterei konnten gerettet werden. Darüber freuen sich Hakan Ustaoglu, Förster Helmut Wiedenroth, Yunus Tekin (v.l.).

Gifhorn. Über einen Bekannten nahmen die beiden Bauherren Kontakt zu Förster Helmut Wiedenroth von den Niedersächsischen Landesforsten auf. Der erfahrene Forstmann erkannte die ‚Deutsche Kurrentschrift‘ und den Bezug der alten Papiere zu den Wäldern im Bereich des ehemaligen Forstamtes Knesebeck (heute Forstamt Unterlüß). Die ältesten Dokumente wurden vor über 140 Jahren in den 70er Jahren des neunzehnten Jahrhunderts handschriftlich verfasst. Die jüngeren Papiere stammen aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

Forstamtsleiter Hans-Martin Hauskeller und Dezernent Georg Deeken vom Forstamt Unterlüß freuen sich, dass die alten Unterlagen durch aufmerksame Finder gerettet werden konnten. „Es handelt sich um vielfältige Schriftwechsel der ehemaligen königlichen Oberförsterei mit anderen Dienststellen, Ämtern und Sägewerken. Die Dokumente werden vom Landesarchiv in Hannover auf ihren historischen Wert geprüft“, erklärt Deeken. Auch die beiden Bauherren sind zufrieden: „Wir freuen uns, dass die alten Papiere nun in die richtigen Hände gekommen sind“, so Yunus Tekin.

Wie die alten forstlichen Schreiben nach Gifhorn in die Braunschweiger Straße 84 gelangt sind, ist nicht bekannt. Das Forstamt hofft nun darauf, dass AZ-Leser Hinweise geben können und sich beim Forstamt Unterlüß unter Tel. 05827-9872-0 melden.

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