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Überraschung: Gifhorn hatte zwei Windmühlen

Gifhorn Überraschung: Gifhorn hatte zwei Windmühlen

Gifhorn trägt den Namen Mühlenstadt zu Recht - nicht nur wegen des Mühlenmuseums an der Bromer Straße. „Gifhorn hatte bereits in früherer Zeit zwei Windmühlen“, sagt Heinz Gabriel, Beauftragter der Kreisarchäologie. Alte Karten, Stiche und Fotos seien dafür Beleg.

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Überraschendes Ergebnis einer Recherche: Gifhorn hatte einst zwei Windmühlen, wie alte Dokumente belegen.

„Ich wurde immer wieder gefragt, wo denn genau die alte Gifhorner Windmühle gestanden hat - das war der Anlass meiner Recherchen“, erklärt Gabriel. Bei der Standort-Ermittlung ist Gabriel dann auf einem alten Merianstich von 1650 fündig geworden. Der Stich, auf dem das Schloss Gifhorn mit Blick nach Westen dargestellt ist, zeigt im Hintergrund die erste Gifhorner Windmühle. „Wann sie genau erbaut wurde, ist nicht überliefert“, erklärt Gabriel. In einem Pachtvertrag werde die Mühle jedoch 1620 erstmalig erwähnt.

„Auch die Karte der Kurhannoverschen Landesaufnahme von 1780 zeigt den Standort dieser Mühle. Sie steht an der alten Heerstraße von Gifhorn nach Celle“, erläutert der Fachmann. Auf einem Lageplan der Stadt Gifhorn von 1875 sei die Mühle ebenfalls eingezeichnet.

Etlichte Pachtverträge belegten die wechselvolle Geschichte dieser Windmühle. Berichtet werde über den immer schlechter werdenen Zustand der Mühle, so dass sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Reparatur nicht mehr gelohnt habe, so Gabriel.

Um 1890, eine genaue Zeitangabe hat auch Gabriel nicht gefunden, wurde dann eine neue Windmühle aufgebaut. „Der neue Standort befand sich etwa 100 Meter in östlicher Richtung von der alten Mühlen entfernt.“

Im Bebauungsplan der Stadt von 1911 ist diese neue Mühle eingezeichnet (Am Windmühlenberg).

Auch auf einem alten Luftbild ist die Mühle noch zu sehen. Durch einen Blitzschlag wurde sie dann jedoch im Juni 1936 in Brand gesetzt und vollständig zerstört.

ust

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