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Überraschung: B 4 bei Gifhorn seit 2016 mautpflichtig

Hinweisschilder lassen seit 15 Monaten auf sich warten Überraschung: B 4 bei Gifhorn seit 2016 mautpflichtig

In einem Jahr werden alle Bundesstraßen auch im Kreis Gifhorn für Lastwagen ab 7,5 Tonnen mautpflichtig. Was viele nicht wissen: Der vierspurige Abschnitt der B 4 in Höhe Gifhorn ist es bereits seit Mai 2016. Demnächst sollen endlich Schilder darauf hinweisen.

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Seit Mai 2016 mautpflichtig: Für die vierspurige B 4 bei Gifhorn müssen Fuhrunternehmer zahlen.

Quelle: Marco Urban

Gifhorn. An einem Julitag im vorigen Jahr staunte Fuhrunternehmer Norbert Pachali auf der B 4 bei Gifhorn nicht schlecht. Plötzlich wurde sein Maut-Gerät, die sogenannte On-Board-Unit (OBU), munter. „Ich habe Bauklötze gestaunt.“ Denn nirgendwo wies ein Schild darauf hin, dass die B 4 zwischen der Abfahrt Isenbüttel im Süden und dem Bundesstraßenkreuz im Norden Gifhorn plötzlich mautpflichtig wäre. Was Pachali ärgert: Die Maut-Hinweisschilder stehen bis heute nicht, obwohl sie es müssten.

Veröffentlicht wurde die Tatsache im Bundesanzeiger, der zum Beispiel auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, www.bmvi.de , nachzulesen ist. In der Liste der vierten Änderung zur Bekanntmachung von mautpflichtigen Bundesstraßen vom 22. März taucht auch die B 4 bei Gifhorn auf. Doch wer blättert oder klickt sich regelmäßig durch diese Seiten? Bei der Kreishandwerkerschaft in Gifhorn oder Lohnunternehmern von Landwirten zum Beispiel reagierte man auf AZ-Anfrage überrascht von der Mautpflicht. Der Müdener Pachali befürchtet, dass so mancher Fahrzeughalter aus der Region, zum Beispiel Handwerker, ohne es zu wissen zum Mautpreller geworden ist, weil seine Fahrzeuge gar keine OBUs haben. Bei der Kreishandwerkschaft schätzt man die Zahl der Betroffenen als eher gering ein. Wer 7,5-Tonner habe, habe in der Regel inzwischen auch eine OBU.

Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr verspricht nun, dass bald Klarheit herrschen werde. Just in dem Moment, wo die AZ nachgefragt hat, lief ein Anhörungsverfahren zum Aufstellen der Verkehrszeichen, wie ein Sprecher mitteilte. „Die genauen Schilderstandorte werden abgestimmt.“ Nach Absprache der Beteiligten sollen sie in den kommenden Tagen aufgestellt werden.

Für Verkehrsexperte Lutz Dietrich von der Kreisverkehrswacht ist die Maut auf dem kurzen B-4-Abschnitt „Blödsinn“. Zumal die B 4 seit Bestehen der Autobahnmaut für Brummis im Durchgangsverkehr eigentlich gesperrt sei. Wozu dann noch die Maut?

Von Dirk Reitmeister

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