Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
Übergriffe gegen Einsatzkräfte: Hemmschwelle sinkt

Auch im Landkreis Gifhorn Übergriffe gegen Einsatzkräfte: Hemmschwelle sinkt

Übergriffe gegen Polizisten, aber auch gegen Rettungsdienstmitarbeiter und Feuerwehrleute sollen künftig stärker bestraft werden. Einsatzkräfte im Kreis Gifhorn begrüßen den Beschluss des Bundeskabinetts.

Voriger Artikel
Gute Chance auf Bio-Markt im Nicolaihof
Nächster Artikel
Musical und Aktionstag der Gifhorner Feuerwehr

Zusatzbelastung im Einsatz: Auch im Kreis Gifhorn müssen Retter mit Angriffen rechnen.

Quelle: Archiv

Gifhorn. In der Silvesternacht warf eine in der Einfahrt eines Gerätehauses feiernde Partygesellschaft zum Einsatz eilenden Feuerwehrleuten Böller hinterher und behinderte die Abfahrt. Feuerwehrleute in zivil wollten ihren Kameraden helfen und den Weg frei machen und wurden daraufhin krankenhausreif geprügelt. Dieser Fall aus Salzgitter schlug auch bei den Gifhorner Feuerwehrleuten hohe Wellen. Auch ihre Pressestelle veröffentlichte das Fahndungsfoto der Polizei.

Gifhorns stellvertretender Stadtbrandmeister Uwe Reuß sieht die Welt im Kreis noch einigermaßen in Ordnung, mit Gaffern habe man mehr Scherereien als mit Gewaltbereitschaft. Dennoch: „Das kann jeden Tag passieren“, befürchtet er, dass solche Unarten auch hier auftreten. „Die Hemmschwelle sinkt immer weiter. Auf alle Fälle müssen die Einsatzkräfte vor Übergriffen geschützt werden.“

Dass seine Leute behindert werden, sieht auch DRK-Vorstand Stephan Klauert noch als Ausnahmefälle an. Doch auch er befürchtet wie Reuß eine Zunahme angesichts des gesellschaftlichen Wandels. Den Stellenwert, den Helfer früher gehabt hätten, gebe es so heute nicht mehr. „Es herrscht mehr Egoismus.“ Das vermeintliche Recht auf einen Schnappschuss vom Unfall boxe ein Gaffer möglicherweise auch mal durch.

Hochkochende Emotionen bei Familienstreitigkeiten: „Das ist nicht ganz ungefährlich“ - uneinsichtige Betrunkene: Die Kollegen vom Streifendienst müssen sich laut Polizeisprecher Thomas Reuter viel gefallen lassen. „Die Übergriffe haben gewaltig zugenommen.“

Wie Reuß und Klauert begrüßt auch er den Beschluss zur Gesetzesänderung. „Gleichwohl muss das Strafmaß dann aber auch ausgeschöpft werden.“

Reuter sieht Grenzen des Gesetzgebers bei der „bedenklichen gesellschaftlichen Entwicklung“. „Da sind viele Institutionen gefordert, aber das wird ein langer Weg werden.“

rtm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt "Kreis Gifhorn" für Sie zusammengefasst. mehr

Ausbildungsplatz in der Region Gifhorn gesucht? Dann schau bei Azubify.de vorbei, deiner Anlaufstelle für alles rund um die Ausbildung in Gifhorn. Powered by AZ. mehr

Viele strittige Entscheidungen in der Fußball-Bundesliga: Was halten Sie vom Videobeweis?

Ihre Tageszeitung auf dem Tablet lesen: Wir haben die besten Geräte, das passende Zubehör und tolle Angebote! Lassen Sie sich jetzt unverbindlich im AZ/WAZ Media Store beraten. mehr