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Gifhorn Stadt Über Nacht entstand ein Geschichtslehrpfad
Gifhorn Gifhorn Stadt Über Nacht entstand ein Geschichtslehrpfad
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17:20 10.06.2014
Wissenswertes über Barwedel: Unbekannte „Historiker“ brachten Pfingsten im Ort Schilder und Zettel mit lokalen Infos an. Das lockte Neugierige wie Diethelm Kuhnt und Alina Knabe an. Quelle: Dürheide
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Gifhorn

Hintergrund der Aktion war das traditionelle Pfingsttreiben, bei dem sich normalerweise Besitzer von Gartenmöbeln am Pfingstsonntag auf die Suche nach eben diesen machen müssen. Doch diesmal haben sich die unbekannten Beschilderer richtig Gedanken gemacht und in einer Fleißarbeit geschichtliche Daten zusammengetragen.

„Wer weiß schon, dass 1937 die Bundesstraße 248 gebaut wurde und mit ihr die Holzbrücke, die dann 1982 durch eine Betonbrücke ersetzt wurde, oder dass Barwedel von 1870 bis 1970 eine Ziegelei hatte“, staunte Diethelm Kuhnt nicht schlecht über das was er zu lesen bekam. „Das ist mal eine klasse Idee zu den sonst üblichen Pfingststreichen. Hier waren Historiker am Werk.“

Kuhnt hatte sich nach Sichtung des ersten Schildes am Morgen des Pfingstsonntages mit dem Fahrrad auf Erkundungstour begeben, um die Punkte alter Dorfkultur abzufahren: „Ich war neugierig geworden.“ Die Geschichte der alten Stellmacherei (1910), ab 1932 dann Dorfschmiede, die ehemalige Gaststätte Täger (1841), später „Die kleine Kneipe in unserer Straße“ bei Lieselotte, die Molkerei (1890) oder auf dem Dorfplatz Infos zu den örtlichen Vereinen: „Ich habe einiges über mein Dorf erfahren.“

Nicht nur für alteingesessene Barwedeler war‘s eine geschichtliche Auffrischung, sondern gerade für Neubürger ein wirklicher Geschichtslehrpfad. Es bleibe nur zu hoffen, dass die Beschilderung noch ein paar Tage hängen bleibt, war von einigen Pfingstspaziergängern im Ort zu hören.

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