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Gifhorn Stadt Truppenübungsplatz war für Flüchtlinge eine neue Heimat
Gifhorn Gifhorn Stadt Truppenübungsplatz war für Flüchtlinge eine neue Heimat
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16:00 16.07.2013
Alte Ansichten: Eine Postkarte zeigt, wie es 1954 auf dem Truppenübungsplatz aussah. Die Platzer trafen sich dort auch, nachdem der Platz wieder militärisch genutzt wurde.

„Dieser Truppenübungsplatz geht in die Geschichte ziviler Menschen ein, die vor mehr als einem halben Jahrhundert von ihm Abschied nehmen mussten, da der ,Platz‘, wie er genannt wurde, wieder militärischen Zwecken dienen sollte“, schreibt sie an die AZ und erinnert an die Geschichte der Barackensiedlung.

„Was kaum noch jemand weiß, dass auf dem damaligen Bombenabwurf-Versuchsplatz nach dem Zweiten Weltkrieg ab 1948 der Barackenverwaltungs- und -Wohnbereich für ein Jahrzehnt mit Flüchtlingsfamilien bevölkert war“, schreibt sie und erinnert, dass hier Menschen nach den Kriegsstrapazen vorübergehend eine neue Heimat gefunden haben. „Vor allem die Kinder waren es, die davon profitierten.“ Sie hätten die Zeit als Himmel auf Erden erlebt, so Behm. „Die furchtbaren Kriegsereignisse mit anschließenden Lageraufenthalten, die zarte Kinderseelen ruinieren, waren vorbei.“

Hatten anfangs die Männer, gerade aus Kriegsgefangenschaft entlassen, in den Baracken gewohnt und waren täglich ins VW-Werk gependelt, so kamen später die Familien nach. Jede Familie habe zwei oder drei Räume gehabt, „wonach sie sich schon lange sehnten“, schreibt die 1941 geborene Ingrid Behm. Sie hofft, dass sie den Platz als Stätte ihrer Kindheit auch künftig besuchen darf, und erinnert, dass die Bundeswehr den Platzern in den vergangenen 15 Jahren regelmäßig die Gelegenheit geboten habe, den Platz zu besuchen.

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