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Trauriger Trend: Immer mehr Unfall-Gaffer

Landkreis Gifhorn Trauriger Trend: Immer mehr Unfall-Gaffer

Landkreis Gifhorn. Gaffer mit Smartphones werden auch für Einsatzkräfte im Kreis Gifhorn immer mehr zu einem Ärgernis - und sogar Problem.

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Gaffer, Smartphone, Photowerk (sp)

Quelle: Sebastian Preuß

Überlegungen von Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Aufnahmen an Unfallorten zu verbieten, stoßen auf offene Ohren.

In Sekundenschnelle sind Fotos oder Videos von Unfällen oder Wohnhausbränden ins Internet gestellt: „Selbstverständlich ist es schlimmer geworden.“ DRK-Rettungsdienstchef Burkhard Otte sieht eine neue Qualität des Gaffertums.

Auch wenn ihm ernsthafte Behinderungen noch nicht bekannt seien, „die Leute versuchen schon, so dicht wie möglich ran zu kommen“. Die Feuerwehren hielten Decken vor, um Verletzte vor neugierigen Blicken und Linsen abzuschirmen. Otte mahnt zu Zurückhaltung: „Wäre da ein eigener Angehöriger, wären sie ja auch nicht begeistert.“

„Wir versuchen schon, Unfallorte weiträumig abzusperren“, sagt Uwe Reuß, stellvertretender Stadtbrandmeister in Gifhorn. „Man muss schon hinterher sein und ein Auge drauf haben.“ Allerdings habe der Einfluss seine Grenzen, etwa bei dem, „was in vorbei fahrenden Autos passiert“.

Offenbar genug: „Jeder, der vorbeifährt, hält sein Handy raus und filmt“, ist inzwischen der Eindruck auch von Polizeisprecher Lothar Michels. So dreiste Fälle wie in Bremervörde, wo junge Männer sogar handgreiflich gegenüber Kollegen wurden, seien ihm hier aber bisher nicht bekannt.

Dennoch würde Reuß es begrüßen, stünden Filmerei und Fotografieren an Unfallstellen künftig unter Strafe. „Es geht dabei auch um Datenschutz und Persönlichkeitsrechte.“ Außerdem will er im Internet keine Diskussionen über die Vorgehensweise der Einsatzkräfte.

rtm

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