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Tragische Ereignisse um einige Jungstörche

Landkreis Gifhorn Tragische Ereignisse um einige Jungstörche

Landkreis Gifhorn. 63 Jungstörche hat der ehrenamtliche Weißstorchbeauftragte Hans Jürgen Behrmann im Kreis Gifhorn gezählt. Und er ist dabei auch auf einige Problemfälle gestoßen.

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Zwischenbericht: Der Weißstorchbeauftragte Hans Jürgen Behrmann hat unter den Jungstörchen im Kreis Gifhorn einige Problemfälle ausgemacht.

So ist ihm etwa in Jembke ein Tier aufgefallen, das sich auf dem Boden unterhalb des Nestes über viele Stunden nicht von der Stelle gerührt hat. Es wurde eingefangen und ins Artenschutzzentrum Leiferde gebracht. „Hier wurde festgestellt, dass der Storch stark sehbehindert war und offensichtlich kaum etwas erkennen konnte“, so Behrmann.

Tragisch war, was der Storchenbeauftragte am Storchennest Weyhausen/Süd feststellen musste. Zwei Junge lagen tot auf der Weide, der dritte Jungstorch befand sich etwa 100 Meter vom Nest entfernt. Er war geschwächt und blutete stark. Deshalb kam er in die Tiermedizinische Hochschule. „Dort wurde neben kleinen Löchlein ein tiefer gerader Wundkanal festgestellt, der bis zur Lunge führte“, so Behrmann. Diese Verletzung könne laut Hochschule nicht durch einen Greifvogel entstanden sein, wohl eher durch einen langen spitzen Schnabel. Auch eine Schussverletzung sei auszuschließen. „Als Verursacher infrage kommen vor allem ein Fremdstorch, die Nestgeschwister oder sogar die Eltern.“ Als Todesursache für die beiden anderen Tiere sei ein Fuchs denkbar. „Unklar bleibt allerdings, aufgrund welcher Ereignisse die drei noch nicht flüggen Jungen zuvor fluchtartig das Nest verlassen haben“, so Behrmann. Mögliche Ursachen seien eine Attacke eines Fremd-storches, eines Seeadlers sowie eine Drohne oder ein Heißluftballon. Die Obduktion könne Aufschlüsse geben.

Durch eine Dachluke gerettet wurde von Behrmann ein Jungtier in Rötgesbüttel. Der Storch war bei seinem Erstflug mit einem Schornstein kollidiert und blieb drei Tage auf einem Dachfirst sitzen. Auch die Eltern konnten ihn nicht weglocken. Also fing Behrmann das Tier ein und brachte es ins Artenschutzzentrum Leiferde. „Dort hat er sich gut eingelebt.“

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