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Tote Fische treiben bei Gifhorn in der Aller

Nach dem Hochwasser Tote Fische treiben bei Gifhorn in der Aller

Es war ein schreckliches Bild: Hunderte von sterbenden und toten Fischen trieben am Donnerstagabend in der Aller im Stadtgebiet.

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Gefahr nach dem Hochwasser: Die Aller hat einen zu geringen Sauerstoffgehalt – Fische sterben.

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. „Die meisten der Tiere waren von der Sandmühlenbrücke aus zu sehen“, sagt Kreis-Naturschutzbeauftragter Jürgen Wagner. Die Tiere seien qualvoll durch Sauerstoffmangel gestorben. Hinzu kämen Gülle- und Düngereintrag als Folge der Flächenüberflutungen.

„Ich war am Donnerstag von 16 bis 20 Uhr im Einsatz“, erklärt Wagner, der bei seiner Arbeit in den Abendstunden von ASV-Gewässerwart Thorsten Wieck und Karl-Heinz Gose, Chef des Angler-Sportvereins Gifhorn (ASV), unterstützt worden ist.

„Es war schlimm anzusehen – hunderte von Fischen trieben auf der Wasseroberfläche der Aller und wurden von der Strömung davon getragen. Einige der Fische waren bereits gestorben, andere schnappten im Todeskampf noch nach Luft“, schildert Gose die Situation. Hunderte von toten Fischen seien bei einer Kontrolle der Aller auch im Bereich des Schlosssees gesichtet worden. Rotaugen, Brassen, Rotfedern und sogar einen Hecht sichtete Gose unter den verendeten Fischen.

Insbesondere im Innenstadtbereich habe das Wasser der Aller modrig gestunken. Zudem sei es stark grünlich verfärbt gewesen, berichtet Gose. „Das Wasser von den durch Starkregen überfluteten Wiesen und Felder gelangt in den Fluss – dabei kommt auch Dünger und Gülle in die Aller“, so Gose.

Wagner, der bereits am Wasserproben gezogen hat, ist besorgt: „Der Sauerstoffwert liegt aktuell bei einem Milligramm – da kann kein Fisch leben.“ Wagner wünscht sich in diesem Zusammenhang, dass noch vorhandene Auflandungen und Kraut aus der Aller entfernt werden, um einen Rückstau zu vermeiden. Handlungsbedarf bestehe im Bereich des Schlosssees, der Bleiche und der Flutmulde.

Grund zur Panik sieht Silke Westphalen, Chefin des Aller-Ohre-Verbandes, hingegen nicht. Es handele sich um eine vorübergehende natürliche Folgeerscheinung, die nicht durch sichtbaren Fremdeintrag erzeugt werde, bezog sie bereits am Donnerstag Position (AZ berichtete).

Naturschutzbeauftragter Jürgen Wagner will nun Klarheit. Er nahm auch am Freitag noch einmal Proben des Aller-Wassers, um sie dann beim Landkreis analysieren zu lassen.

Von Uwe Stadtlich

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