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Tote Bienen: Imker schlagen Alarm

Kreis Gifhorn Tote Bienen: Imker schlagen Alarm

Kreis Gifhorn. Hungertod durch Überarbeitung, Varroa-Milben-Befall, giftige Spritzmittel und Faulbrut: Imker im Kreis Gifhorn beklagen hohe Verluste bei ihren Völkern - durchschnittlich 30 Prozent.

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Bienen werden knapp: In diesem Winter sind im Kreis Gifhorn besonders viele Völker eingegangen. Das hat mehrere Gründe.

Quelle: Archiv

Das macht nicht nur den einheimischen Honig knapp und teuer, sondern wirkt sich auch auf Obst und Getreide aus.

So viel Verluste hatte Otto Kisser vom Imkerverein Brome noch nie. 30 Prozent seiner Völker seien ihm in diesem Winter eingegangen. Damit sei er noch glimpflich davon gekommen, es gebe Kollegen, die sogar Totalverluste ausgleichen müssten. „Die müssen ganz von vorn anfangen.“

Der milde Winter spielt laut Volker Schlordt aus Isenbüttel eine Rolle. „Die Bienen haben weiter gebrütet und sind dadurch verhungert.“ Vor lauter Brüten seien sie der Nahrung nicht mehr gefolgt. Und gegen Milbenbefall habe er bereits behandelt.

Dazu kann Heike Titze vom Imkerverein Meinersen nur raten. „Wir müssen dieses Jahr besser aufpassen. Es ist eine harte Zeit“, denn nach dem vorigen Milbenjahr drohe nun ein weiteres gleich hintendrein.

Bienenseuchenwart Thomas Manske sieht noch eine ganz andere Ursache fürs Schrumpfen der Völker von 1,3 auf 0,7 pro Quadratkilometer innerhalb von zehn Jahren: Spritzmittel, die sich als doch nicht bienen-unschädlich herausstellen. „Der Landwirt gibt viel Geld aus, und trotzdem gibt es nachher Schäden.“ Damit sei der Bauer doppelt gestraft.

Denn abgesehen vom sinkenden Honigertrag gehe vor allem die Bestäubungsleistung zurück - was sich zum Beispiel auf Qualität und Quantität von Äpfeln und auch anderen Kulturpflanzen auswirken dürfte. „Landwirte und Gärtner werden das zu spüren bekommen.“

rtm

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