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Gifhorn Stadt Tolle Bühne und fantastische Bilder
Gifhorn Gifhorn Stadt Tolle Bühne und fantastische Bilder
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17:11 18.11.2012
Theater: Der Heimatverein Groß Oesingen brachte die Geschichte des Juden Julius Katz auf die Bühne. Quelle: Photowerk (nin)

„Was ich geschrieben habe, waren nur Buchstaben, denen die Oesinger Leben gegeben haben“, freute sich Rhode über die gelungene Premiere. 17 Laiendarsteller des Heimatvereins schlüpften in die Rollen der damaligen Dorfbewohner, einige sogar in die ihrer eigenen Vorfahren und zeigten in zwei ausverkauften Vorstellungen am Samstag und Sonntag, dass selbst Jahrzehnte nach den Begebenheiten, die Thematik nicht uninteressant geworden ist.

Wer war dieser Mann, der so besonders war, dass ein ganzes Dorf sich dem Naziregime widersetzte und alles tat um sein Leben zu schützen? „Er war einfach der einzige Sattler hier im Dorf. Früher lief nun mal alles per Pferd, und da war dieser Beruf wichtig um ein Dorf am Leben zu halten, wir brauchten unseren Juden“, erzählte die 82-jährige Marianne Dierks aus Klein Oesingen. „Er war Onkel Julius von nebenan“, sagte Winfried Buhr der viele Jahre nebenan in der Molkereistraße wohnte.

Viele Jahre lebte Julius Katz er noch in Oesingen und konvertierte sogar 1957 zum christlichen Glauben. Mit 72 Jahren verstarb er eines natürlichen Todes und schrieb mit seinem Leben ein Stück Oesinger Dorfgeschichte.

nin