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Gifhorn Stadt Tödlicher Unfall: Verfahren eingestellt
Gifhorn Gifhorn Stadt Tödlicher Unfall: Verfahren eingestellt
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22:20 21.07.2011
Frau auf B 188 überfahren: Der Richter stellte gestern das Verfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Quelle: (Archiv)
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Den 4. Dezember 2010 wird der 51-Jährige aus der Samtgemeinde Meinersen nicht mehr vergessen. Er kam mit seiner Nichte von einem Fußballspiel in Wolfsburg nach Hause. „Plötzlich ist die Frau vor meinem Auto aufgetaucht, wie aus dem Nichts.“

Zwischen 70 und 80 Kilometer pro Stunde hatte er zu der Zeit vor Brenneckenbrück drauf, das Abblendlicht war eingeschaltet. „Er ist eher defensiv gefahren“, sagt der Verteidiger. Um den Unfall zu verhindern, hätte er höchstens 52 fahren müssen, dann hätte er rechtzeitig auf die dunkel gekleidete Frau reagieren und das Auto bis zum Stillstand bremsen können, sagt der Gutachter. „Das fährt nur jemand, der ständig von hinten angeblinkt werden will“, weiß Hartleben.

„Das Auto wollte ich nicht wieder haben, ich habe es auch nicht mehr“, sagt der Angeklagte, dem das Berichten von dem schrecklichen Abend sichtbar immer schwerer fällt. „Ich fahre bis heute auch die Strecke nicht mehr“, obwohl sie der eigentliche Arbeitsweg wäre.

Der 51-Jährige war bei der Beerdigung und will Geld für wohltätige Zwecke spenden – auch der Staatsanwalt erkennt viele Pluspunkte an, beantragt dennoch sechs Monate Haft, die zwei Jahre lang zur Bewährung ausgesetzt werden. Der Verteidiger plädiert für eine Geldstrafe im unteren Bereich. „Er hat so schon genug daran zu knapsen.“ Hartleben stellte das Verfahren ein.

rtm

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