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Tod am Rotor: Umweltamt lässt zerfetzten Rotmilan exhumieren

Jelpke Tod am Rotor: Umweltamt lässt zerfetzten Rotmilan exhumieren

Jelpke. War der Rotmilan kerngesund, als er von den Rotorblättern des Windrads zerrissen wurde - oder war er schon vorher geschwächt? Und war es vielleicht gar kein Unfall, sondern ein natürlicher Tod, bevor der Rotmilan dann womöglich von Aasfressern zerfleischt wurde? „Denkbar ist das alles“, sagt Antje Präger.

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Exhumierung: Ein Mitarbeiter des Landkreises buddelte den toten Rotmilan nun wieder aus, nachdem Annegret Langbein ihn gutgläubig in ihrem Garten bestattet hatte.

Quelle: Photowerk (til)

Und deshalb ließ die Leiterin des Kreis-Umweltamtes den toten Vogel jetzt exhumieren.

Die Jelpkerin Annegret Langbein hat den toten Rotmilan beim Spaziergang nahe der Windräder entdeckt und gutgläubig in ihrem Garten bestattet (AZ berichtete exklusiv). Erschrocken musste sie feststellen, dass die sonst doch so umweltfreundlichen Windräder den bedrohten Greifvögeln das Leben kosten können. Als CDU-Politikerin hatte sie dem Aufbau der Windräder bei Jelpke selbst im Calberlaher Gemeinderat zugestimmt - mit Blick auf eine geplante Erweiterung des Windparks sagt sie nun aber: „Ich bin strikt dagegen! Wenn die Tiere nicht geschützt werden können, dürfen keine weiteren Windräder aufgestellt werden.“

Den bedrohten Rotmilan will auch Umweltamts-Leiterin Präger schützen: „Wir werden uns die Abstände zu Wäldern oder bekannten Horsten von Rotmilanen oder Kranichen bei der Ausweisung neuer Windrad-Standorte genau anschauen“, verspricht sie. Zurzeit erstelle die staatliche Vogelschutzwarte eine genaue Kartierung zum Vorkommen der bedrohten Greifvögel.

Ob der von Annegret Langbein gefundene Rotmilan aber tatsächlich durch die Rotorblätter eines Windrads gestorben ist, soll nun eine Obduktion klären. Dazu wird der zurzeit noch im Gifhorner Veterinäramt tiefgekühlte Kadaver demnächst zum niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) gebracht.

til

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