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Gifhorn Stadt Tierrettung: Einsatz oft vergeblich
Gifhorn Gifhorn Stadt Tierrettung: Einsatz oft vergeblich
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22:50 26.10.2011
Einsatz auf Mittellandkanal: Immer wieder müssen die Brandschützer zur Tierrettung ausrücken. Quelle: Photowerk (lea Archiv)
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Zuletzt hatte ein Spaziergänger Mitte Oktober ein treibendes Reh im Kanal entdeckt. Die Feuerwehren Abbesbüttel und Bechtsbüttel rückten aus, die Suche verlief jedoch erfolglos.

Besonders in diesem Jahr habe es viele Einsätze gegeben, bestätigt Abbesbüttels Ortsbrandmeister Jürgen Stahlberg. Bis zu acht Mal im Jahr rücken die Brandschützer zur Tierrettung aus.

„Am schlimmsten war es dieses Jahr an Ostern. Da haben wir einen toten Hasen aus dem Kanal rausgeholt. Da ist man doch ein Stück weit entnervt.“

„Wir kontrollieren sogar ein-, zweimal im Jahr die Wildschutzzäune am Kanal auf Schäden“, so Stahlberg. Doch bei Wedesbüttel etwa verläuft der Zaun durch einen Wald. Sturmschäden werden leicht übersehen.

Und so melden immer wieder Schiffsführer, teils mitten in der Nacht, Wildtiere auf dem Kanal. Mit 20 bis 25 Einsatzkräften und Rettungsboot rücken die Feuerwehren dann aus.

Normalerweise hätten die Tiere kein Problem, ein Gewässer zu queren. „Aber aufgrund der Spundwände kommen sie nicht ans andere Ufer“, so Kreisjägermeister Jürgen-Hinrich Kohrs.

Zwar wurden für die Tiere Übergangsbereiche mit abgeschrägten Böschungen geschaffen. „Aber Rehe denken nicht wie Menschen. Die klettern nicht genau an diesen Stellen raus“, beschreibt Kohrs das Problem.

co

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