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Teves-Stellenabbau "herber Schlag für die Stadt"

Gifhorn Teves-Stellenabbau "herber Schlag für die Stadt"

Gifhorn. Bis zum Jahr 2023 sollen 650 der 1450 Arbeitsplätze wegfallen: Der Stellenabbau bei Conti-Teves (AZ berichtete) wird Auswirkungen auf die Region haben. Mit Sorge sehen insbesondere Handwerk und Stadt den drastischen Job-Abbau bei Gifhorns einstmals größtem Arbeitgeber.

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Stellenabbau bei Teves: Stadt, Handwerk und Handel bewerten das als herben Schlag für Gifhorn.

Quelle: Photowerk (mpu Archiv)

„Arbeitsplatz-Verlust bedeutet nachlassende Kaufkraft - das betrifft uns alle“, erklärt Kreishandwerksmeister Manfred Lippick. Auch die örtlichen Handwerksbetriebe würden die Folgen des Stellenabbaus bei Teves zu spüren bekommen. „Dadurch wird jedoch kein Handwerksbetrieb im Landkreis Pleite gehen“, gibt Lippick Entwarnung. „So etwas wie bei Conti wäre im Handwerk mit seinen familiären Strukturen allerdings nicht denkbar - da entlässt man nicht so einfach“, sagt Lippick.

„Das ist ein herber Schlag für die Stadt“, sagt Bürgermeister Matthias Nerlich. Auf der anderen Seite sehe er eine Bekenntnis von Continental zum Standort Gifhorn durch die zugesagten Investitionen. Direkte Auswirkungen auf die Stadt durch den Abbau der 650 Stellen, etwa durch Verluste bei den Einkommenssteuereinnahmen, sind laut Nerlich zurzeit schwer einzuschätzen. Es seien ja keine Entlassungen geplant, sondern frei werdende Stellen sollen nicht neu besetzt werden.

Es bestehe die Hoffnung, dass sich das angekündigte stärkere Engagement der Volkswagen AG bei der Elektromobilität positiv für Teves auswirken werde, denn das sei eine Stärke des Gifhorner Standortes, sagt IHK-Chef Michael Zeinert. Aus IHK-Sicht sei besonders wichtig, dass der Konzern in den nächsten sechs Jahre 100 Millionen Euro in Gifhorn investiere und eine Bestandsgarantie gebe.

ust/rtm

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Stellenabbau bei Conti: Teves-Chef Dr. Kristijan Bauer (kl. Bild) sowie Betriebsrat und IG Metall bezogen heute Position.

Gifhorn. Jetzt ist es amtlich: Conti-Teves - derzeit sind dort 1450 Mitarbeiter beschäftigt - streicht 650 Stellen. Der Personalabbau soll bis 2023 schrittweise und ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Ein Eckpunktepapier, auf das sich Betriebsrat, IG Metall und Unternehmensleitung einigten, sieht jedoch auch Investitionen von 100 Millionen Euro und eine Bestandsgarantie für das Gifhorner Werk bis 2025 vor.

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