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Teves: Betriebsrat und IG Metall kämpfen um 680 Stellen

Gifhorn Teves: Betriebsrat und IG Metall kämpfen um 680 Stellen

Bei Conti-Teves stehen die Zeichen auf Sturm: Weil laut Betriebsrat und IG Metall im Gifhorner Werk 680 der 1600 Arbeitsplätze abgebaut werden sollen, demonstrierten nach einer Betriebsversammlung am Mittwoch fast 700 Mitarbeiter.

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Protest: Betriebsrat und IG Metall befürchten den Abbau von 680 der 1600 Stellen im Gifhorner Conti-Teves Werk. Fast 700 Mitarbeiter beteiligten sich gestern Nachmittag an einer Kundgebung.

Quelle: Photowerk (mpu)

Die Unternehmensleitung bestätigte die „Reduzierung von Stellen“, nannte jedoch keine konkreten Zahlen.

Uwe Szymanowski, Betriebsratschef von Conti-Teves, kündigte massiven Widerstand gegen den geplanten Personalabbau an: „Das werden wir nicht kampflos hinnehmen.“ Neben dem Erhalt der Arbeitsplätze stehe das Unternehmen auch in der Verantwortung, ausreichend auszubilden: „Wer ein Fundament nicht ordentlich gießt, muss sich nicht wundern, wenn sein Haus später schief steht“, forderte der BR-Chef auch in Zukunft die Übernahme Azubis in Gifhorn.

Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, ging mit Vorstand und Unternehmensleitung hart ins Gericht: „Mir ist es ein Rätsel, wie man im Kontext des vielfach beklagten Fachkräftemangels derart rückwärtsgewandt agieren kann. Anstatt nachhaltige Standort- und Beschäftigungskonzepte auf den Weg zu bringen, will Continental offenbar abholzen. Wer abholzt, muss bekanntlich aber auch aufforsten.“

Norbert Graßmann, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Conti-Automotiv-Group, übte ebenfalls scharfe Kritik: „Mitarbeiter sollen dran glauben, um den Gewinn von Conti zu steigern“.

Conti-Unternehmenssprecherin Nicole Orgnon bestätigte „Stellenreduzierungen“ - ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. 30 Azubis würden weiterhin pro Jahr ausgebildet. Eine Übernahme-Garantie für Gifhorns Werk gebe es nicht.

ust

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