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Teure Verlobung beschäftigt Gericht

Gifhorn Teure Verlobung beschäftigt Gericht

Hat ein Hamburger (63) seine Verlobte aus Gifhorn betrogen, oder hat sie ihm 61.088,08 Euro innerhalb eines Jahres aus Liebe zur Verfügung gestellt? Darum ging es am Dienstag vor einem Gifhorner Schöffengericht.

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Gifhorn: Vor dem Amtsgericht ging es um eine Verlobung und 61.088 Euro.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Die Prozessbeteiligten regelten die Angelegenheit pragmatisch mit einem Vergleich. Der Mann muss ihr 20.000 Euro zurückzahlen, 10.000 davon innerhalb eines Jahres.

Die Romanze begann im Juni 2011. Da lernten sich die beiden bei Parship kennen. Nur zwei Monate später fand die Verlobung statt, die allerdings nicht im „rechtstechnischen Sinne“ zu sehen sei, so der Anwalt des Beschuldigten. Denn: Sein Mandat war zu dem Zeitpunkt noch verheiratet, was die Gifhornerin aber gewusst habe, Nur wenig später räumte sie ihm ein Darlehen über 13.400 Euro ein, von dem bisher noch kein Cent beglichen ist. Ende September gab sie ihm 20.000 Euro, mit denen er Steuerschulden in der Schweiz beglich. Es folgten gemeinsame Urlaube und Flüge, Zahlungen an Personen, Firmen und Banken. „Es war bis zum letzten Tag Harmonie“, so der Angeklagte. Im Mai 2012 zog sie allerdings einen Schlussstrich, weil er nur noch wenig Zeit für sie hatte.

Dass der Frau die 13.400 Euro, über die es einen Vertrag gibt, zurückgezahlt werden müssen, war unstrittig. Doch was ist mit dem Rest? Betrug? Innerfamiliäre Schenkung?

Da die Klärung dieses Sachverhalts vermutlich schwierig werde, schlug der Vorsitzender Richter einen Vergleich vor: Der Mann verpflichtet sich, 10.000 Euro innerhalb eines Jahres und weitere 10.000 Euro in Raten zu je 500 Euro zurückzuzahlen. Nachdem sich der Anwalt, der die Frau in zivilrechtlichen Angelegenheiten vertritt, zweimal mit der Frau im Gerichtsflur beraten hatte, stimmten alle dieser Regelung zu. Deshalb wurde das Verfahren unter diesen Auflagen eingestellt.

fed

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