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Tappenbeck: Gutachten bedeutet Aus für den Sport

Tappenbeck Tappenbeck: Gutachten bedeutet Aus für den Sport

Tappenbeck. Auf dieses Gutachten haben die Tappenbecker lange gewartet. 534.000 Euro ist das Sportzentrum laut Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wert. Zahlt der Bund wirklich nur diese Summe für einen Neubau, hätte das fatale Folgen für Sportverein und Kyffhäuser.

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Aus für Kyffhäuser und Sportverein: Der Bund will nur 534.000 Euro für den Neubau des Tappenbecker Sportzentrums zahlen.

Quelle: Photowerk (cw)

Mehr als ein Jahr hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr Zeit, ein Wertgutachten für das Tappenbecker Sportzentrum zu erstellen. Seit Montag ist das Ergebnis bekannt - und es ist ernüchternd. Schlappe 534.000 Euro will der Bund dafür zahlen, dass der Weiterbau der A 39 das alte Sportzentrum plattmacht. „Bleibt es dabei, wird es in Tappenbeck keinen Sport mehr geben“, erklärt Bürgermeister Niklas Herbermann im AZ-Gespräch.

Für Herbermann ist das ein Schlag ins Gesicht. 534.000 Euro, das sind gut 20 Prozent dessen, was ein Neubau des Sportzentrums kosten würde. Und der ist nur notwendig, weil der Bund die A 39 über das Gelände des jetzigen Sportzentrums bauen will. Hoffnung, dass sich die Summe noch signifikant erhöht, hat Herbermann nicht. „Selbst, wenn der Bund noch Teile der Planungskosten von etwa 168.000 Euro übernehmen sollte, macht das keinen großen Unterschied“, sagt er. Das bedeutet: Wird die Autobahn gebaut, gibt es in Tappenbeck keinen Sport mehr! Sportverein und Kyffhäuser stünden dann - im wahrsten Sinne des Wortes - auf der Straße.

Wie sehr die Stimmung in Tappenbeck gekippt ist, mussten die Behördenvertreter am Montag am eigenen Leib erfahren. Als sie mit ihrem Dienstwagen vor dem Gemeindebüro vorfuhren, riefen laut Herbermann drei kleine Jungen: „Wir wollen keine A 39!“ Vor einem Jahr wäre das wahrscheinlich unvorstellbar gewesen. Doch dann kamen immer neue Hiobsbotschaften für die Tappenbecker. „Die Planer haben viel dazu beigetragen, dass viele im Ort die Autobahn nicht mehr wollen“, sagt der Bürgermeister.

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