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„Südstadt liegt im Sterben“

Gifhorn „Südstadt liegt im Sterben“

Gifhorn. Wie lange wird es noch einen Wochenmarkt auf dem Herbert-Trautmann-Platz geben? Gerade ältere Bewohner aus der Südstadt stellen sich diese bange Frage, denn seit Januar gibt es dort nur noch einen Beschicker.

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„Die letzten Mohikaner“: Nur noch der Obst- und Gemüsestand ist vom Wochenmarkt auf dem Herbert-Trautmann-Platz übrig geblieben. Es finden sich keine anderen Marktbeschicker mehr.

Quelle: Photowerk (sp)

„Wir sind die letzten Mohikaner.“ Marianne Pelchen und Nelli Wulf verkaufen seit Jahren Obst und Gemüse auf dem Trautmann-Platz. „Hier war ein blühendes Viertel, jetzt liegt die Südstadt im Sterben.“ Fünf Gemüse-, einen Fisch- und zwei Geflügelstände habe es mal gegeben. Zum Ende des alten Jahres habe der Geflügelstand seine Zelte für immer abgebrochen, nun sind Pelchen und Wulf allein auf weiter Trautmann-Platz-Flur.

Alfred Hübner hofft, dass ihm wenigstens der Obst- und Gemüse-Stand erhalten bleibt. „In meinem Alter komme ich nicht mehr so weit“, sagt der 93-Jährige. Auch Annemarie Matalla (83) würde den Wochenmarkt schmerzlich vermissen. „Der muss bleiben.“ Extra aus Westerbeck kommen Günter und Ilse Lapschieß, die seit Jahrzehnten Stammkunden des Wochenmarktes - auch nach dem Umzug in die Sassenburg - sind. „In der Innenstadt kriegt man keinen Parkplatz“, so der 79-Jährige. Ihr Wunsch: Vor allem ein Fisch-Wagen müsse wieder her.

„Wir hören nicht auf, wir bleiben hier“, versprechen Pelchen und Wulf den Kunden. Doch sie wissen: Es werde schwierig als einziger Verkaufsstand.

Die Stadt werbe seit Jahren auch bei Beschickern auf dem Marktplatz, den Trautmann-Platz am Freitag ebenfalls zu bedienen - bislang vergebens, sagt Erster Stadtrat Walter Lippe. Dass sich ein Einstieg dort aus Sicht der Kaufleute nicht mehr lohne, „liegt auch am Kunden“. Junge Leute kauften im Supermarkt und nicht auf dem Wochenmarkt. „Das Kundenverhalten müssen wir akzeptieren.“

rtm

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