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Sucht oder Krankheit: Selbsthilfegruppen führen zurück ins Leben

Gifhorn Sucht oder Krankheit: Selbsthilfegruppen führen zurück ins Leben

Alkohol- oder Spielsucht, Krebs, Diabetes und Schlaganfall, aber auch ein unerfüllter Kinderwunsch oder die Trauer um einen lieben Menschen, von dem man sich trennen musste - Gründe, um Hilfe zu suchen, gibt es viele. Oft helfen Selbsthilfegruppen, und rund 15 von ihnen stellten sich am Samstag beim Tag der Selbsthilfe in der Gifhorner Fußgängerzone vor.

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Tag der Selbsthilfe: Daniela Settels (r.) stellte die Selbsthilfe-Kontaktstelle für den Landkreis Gifhorn vor.

Quelle: Cagla Canidar

Insgesamt 55 Selbsthilfegruppen listet die aktuelle Broschüre der Kontaktstelle auf. Doch nicht alle wagen den Schritt in die Öffentlichkeit an solch einem Tag. „Es gibt Gruppen, deren Mitglieder sich in der Öffentlichkeit nicht zu ihrem Problem bekennen wollen oder können“, weiß Daniela Settels, die die Selbsthilfe-Kontaktstelle im Landkreis leitet.

Aufklärung über die Probleme und die Information über bestehende Angebote seien wichtig. „Viele Menschen gehen an dem Stand mit ihrem Thema viel langsamer vorbei und schauen ganz genau hin, auch wenn sie heute vor Ort noch kein Gespräch suchen“, sagt sie.

Entsprechend war bei einigen Ständen weniger los als an anderen. „Frauen mit Krebs ist zum Beispiel eher ein Thema, das nicht so in die Öffentlichkeit getragen wird wie Diabetes“, sagt Settels.

Die Selbsthilfegruppen im Landkreis sind durchaus nicht nur Auffangstation für Betroffene, sie sind fester Bestandteil des Gesundheitssystems, ergänzen die Arbeit von Ärzten und Therapeuten. Für die Mitglieder dieser Gruppen sind sie eine Möglichkeit, ihre persönliche Lebenssituation akzeptieren zu können sowie neue Handlungsansätze zu finden.

55 Selbsthilfegruppen listet die Kontaktstelle für den Landkreis Gifhorn derzeit in ihrer aktuellen Broschüre auf. Geleitet wird die Kontaktstelle, die bei der Arbeiterwohlfahrt in Gifhorn angesiedelt ist, von Daniela Settels. Drei Schwerpunkte gibt es in ihrer Arbeit. „Natürlich kann man uns ansprechen, wenn man als Betroffener eine Selbsthilfegruppe sucht. Dann vermitteln wir gerne den Kontakt zu der passenden Gruppe“, erklärt sie. Vor allem aber steht sie Selbsthilfegruppen, die sich gerade neu bilden, mit Rat und Tat zur Seite. „Ich helfe bei der Gründung, begleite die ersten Treffen, gebe Tipps bei der Öffentlichkeitsarbeit“, sagt Settels. Sie ist aber auch Ansprechpartner für bereits bestehende Gruppen, netzwerkt und organisiert beispielsweise Aktionen wie den Tag der Selbsthilfe mit. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle im Landkreis Gifhorn ist donnerstags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Sie ist erreichbar unter Tel. 05371-5947825 sowie per E-Mail an selbsthilfekontaktstelle@awo-gf.de. Mehr Informationen gibt es auch im Internet unter www.awo-gf.de.

ba

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