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Studenten helfen Flüchtlingen in Idomeni

Gifhorn Studenten helfen Flüchtlingen in Idomeni

Gifhorn. Der griechische Grenzübergang Idomeni wurde kürzlich geräumt - doch die Thematik der Flüchtlingsmassen, die verzweifelt versuchen, nach Europa einzureisen, bleibt hochaktuell. Jetzt gaben zwei Göttinger Studenten in der St. Alfrid-Kirche mittels Dia- und Video-Präsentation einen Einblick in ihre persönlichen Erfahrungen in der Grenzstadt.

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Erfahrungen aus Idomeni: Zwei Studenten informierten in der St. Altfrid-Kirche über das Schicksal der Flüchtlinge am griechischen Grenzübergang.

Quelle: Maren Kiesbye

Gifhorn. Organisiert wurde die Veranstaltung durch das Gifhorner Bündnis Bunt statt Braun unter der Leitung von Martin Wrasmann und Jörg Prilop.

Zu viert und mit zwei Autos machten sich die Göttinger Studenten, die sich Travelling Bureau nennen, im Februar auf die Reise nach Griechenland, im Gepäck einen Generator, einen Internet Hotspot und verschiedene andere Geräte, mit denen sie für die wartenden Flüchtlinge eine Infrastruktur für Internet- und Telefonkommunikation aufbauen wollten. Sie blieben ihre gesamten Semesterferien bis Mitte März vor Ort.

Mittlerweile haben sie die dort entstandenen Videos, Fotos und Interviews sortiert und in eine präsentierbare Form gebracht. Die Premiere des Vortrags fand in Gifhorn statt, es sind weitere Präsentationen in Göttingen geplant. Dabei müssen die Studenten aber auch ihre eigene Sicherheit im Auge behalten: Aus Angst vor Angriffen durch Neonazis geben sie nur ihre Vornamen preis und möchten auch nicht auf Fotos erscheinen.

„Es war schon eine krasse Erfahrung in Idomeni“, erzählte die 25-jährige Svenja. „Man erfährt diese ganzen furchtbaren Einzelschicksale, sitzt daneben und weiß genau: Mich betrifft das Leiden dieser Menschen im Grunde nicht. Denn ich habe einen deutschen Pass und kann jederzeit wieder gehen, wohin ich will. Aber das sind auch Menschen, und es ist einfach eine unglaubliche Ungerechtigkeit.“

Derzeit überlegen die vier Studenten, wo es in den nächsten Semesterferien hin gehen soll: entweder in das No Border Camp im griechischen Thessaloniki oder zu einer der vielen Sea Watch Organisationen, die ertrinkende Flüchtlinge aus dem Mittelmeer retten.

Aktuelle Informationen über die Aktivitäten der vier Göttinger können Interessierte auf der Internetseite www.travellingbureau.blogsport.eu finden.

kye

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