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Gifhorn Stadt Streuobstwiese: 16 Helfer packen an
Gifhorn Gifhorn Stadt Streuobstwiese: 16 Helfer packen an
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00:16 24.01.2014
Streuobstwiese: 16 Helfer pflanzten in Müden 65. Obstbäume.
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„Es war eine tolle Beteiligung“, freut sich Reinhard Meier, Chef der Nabu-Ortsgruppe, über den Einsatz. Dabei wurden nicht nur 65 Apfel-, Birnen-, Kirsch, Zwetschgen-, Pflaumen-, Reneklode- und Mirabellenbäume gepflanzt. Die jungen Stämme werden auch jeweils von zwei Haltepfählen gestützt, die mit in die Pflanzlöcher eingegraben wurden, deren Erde vorab gegen guten Boden ausgetauscht worden war.

10.000 Euro fließen für das Projekt, das laut Meier von der Bingo-Umweltlotterie unterstützt wird. Für das Gelände, das der Kirchengemeinde gehört, „haben wir einen Nutzungsvertrag abgeschlossen“, ergänzt der Nabu-Ortsgruppen-Chef.

Damit ist das Projekt noch nicht beendet. Rund um die jüngste Pflanzaktion, die von einem Lecker-Frühstück gekrönt wurde, und an der sich laut Meier auch vier Jugendliche beteiligten, wurde außerdem ein Brunnen gebohrt. Eine Hecke soll als Einfriedung wachsen, eine Beregnungsanlage dafür sorgen, dass die jungen Bäume mit ausreichend Wasser versorgt werden. Acht eiserne Aussichtsplätze für Greifvögel installierten die Naturschützer außerdem.

Und damit neben den 18 Bienenvölkern, die laut Meyer dort regelmäßig stehen, ebenso viele andere Insekten, Vögel, Igel dort optimalen Lebensraum vorfinden, folgt im Frühjahr mit Klee, Lupinen, Wicken, Vogelsonnenblumen, Hafer und mehr die Einsaat für eine üppig gedeihende Streuobstwiese.

hik

Müden. Streuobstwiesen sind laut BUND-Landesverband Niedersachsen besonders artenreiche Lebensräume, doch ihr Bestand gehe seit Jahrzehnten zurück – durch die Intensivierung der Landwirtschaft, die EU-Marktbereinigung und Siedlungsentwicklungen.

Doch viele bedrohte Tierarten wie Steinkauz, Haselmaus, Fledermäuse, Schmetterlinge, Bienen, Garten- und Siebenschläfer finden dort Zuflucht, so der BUND. Die Obstwiesen haben den Naturschützern zufolge deshalb eine herausragende Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Außerdem bereichern Streuobstwiesen seither die Kulturlandschaft – „ihr ästhetischer Reiz ist unbestritten“, so der Nabu.

hik

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