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Stressbewältigung: Hohe Nachfrage nach Angeboten

Fit & gesund 2017 Stressbewältigung: Hohe Nachfrage nach Angeboten

Spanisch sprechen, den Computer besser verstehen, den eigenen Trinkbecher töpfern: Typisch Volkshochschule – früher. Immer mehr Angebote drehen sich heute um Stressbewältigung. Denn die Nachfrage nach Rat und Tat, wenn die Seele Kummer hat, steigt enorm im Raum Gifhorn/Peine/Wolfsburg.

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Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)

2006 hatte die Kreisvolkshochschule Gifhorn einen Bildungsurlaub zum Thema Stress im Semesterprogramm. „Heute haben wir sieben“, sagt Fachberaterin Silke Kolatschek. „Die sind sehr stark nachgefragt und fast immer voll ausgebucht.“ Die Teilnehmerzahl habe sich seit 2006 verfünffacht.

Sind die Leute heute gestresster? „Auf jeden Fall“, sagt Andrea Ritthaler von der VHS Peine. Sie führt das nicht allein auf den Beruf zurück, sondern auch auf die modernen Medien: „Wir hängen alle am Smartphone, am Tablet, am Rechner.“ Das blaue Licht der Displays signalisiere dem Hirn Aktivität. Der Mensch finde somit immer weniger Ruhe.

Marina Simanski von der Volkshochschule in Wolfsburg sieht bei den Menschen eine allgemeine Unzufriedenheit, „nicht allem gerecht zu werden“. Hinzu komme das „Gefühl, gehetzt zu sein“. Berufsleben auf der einen, Familie organisieren auf der anderen Seite: „Es ist die Pluralität der Herausforderungen.“

Kolatschek sieht vor allem bei Frauen eine Doppelbelastung. Deshalb sei deren Anteil auch deutlich höher. Unter den Teilnehmern bei den Bildungsurlauben 2016 seien 46 Frauen und fünf Männer gewesen.

Tipps gegen Stress im Alltag

Stresssituationen lassen sich nicht immer vermeiden. Doch der Teil des Nervensystems, der für Entspannung und Beruhigung zuständig ist, lässt sich direkt beeinflussen.

Kleine Entspannungsrituale in den Alltag einbauen: Schon eine Minute zwischendurch zum Innehalten reicht aus: Häufiges, tiefes und langsames Atmen in den Bauchbereich, regelmäßiges Dehnen verspannter Muskelpartien oder das bewusste Lenken der Gedanken können zu mehr Gelassenheit beitragen.

Ausgewogene Ernährung: Gesundes Essen ist wichtig, um den Körper nicht zusätzlich zu belasten. Tatsächlich gibt es auch eine Vielzahl an Lebensmitteln, die dem Stress regelrecht an den Kragen gehen. Sehr effektiv in der direkten Stressbekämpfung ist ausgerechnet Zucker. Denn dieser reduziert die Adrenalin-Ausschüttung in Stress-Situationen. Aber Vorsicht: Dieses Wundermittel sollte nur ganz dosiert einsetzt werden, sonst kehrt sich die Wirkung ins Gegenteil um.

Sport: Aktive Menschen sind nachweislich stressresistenter. Spezielle Rezeptoren in den Körperzellen überwachen die Menge der ausgeschütteten Stresshormone. Steigt deren Pegel, schlagen die Messfühler Alarm und bewirken, dass der Körper Enzyme ausschüttet, die jene Hormone abbauen. Je mehr Rezeptoren der Körper besitzt, desto schneller kann der Organismus auf den Überfluss an Hormonen reagieren und der Mensch entspannen. Durch Bewegung wird der Körper angeregt, zusätzliche Rezeptoren zu bilden.

rtm

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