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Straße blockiert: Demo für Erhalt des Krankenhauses

Serien-Auftakt: Neues aus Korssun Straße blockiert: Demo für Erhalt des Krankenhauses

Die ukrainische Journalistin Valentina Dovhopola aus Gifhorns Partnerstadt Korssun-Schewtschenkiwski berichtet in einer neuen Serie der Aller-Zeitung in Gastbeiträgen von den aktuellen Geschehnissen in ihrer Stadt. Hier ihr erster Bericht:

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Demo und Blockade: Rund 100 Korssuner demonstrierten für den Erhalt des Krankenhauses - und sperrten eine wichtige Straße.

Gifhorn/Korsun. Im vergangenen Jahr begann die Redaktion der Zeitung Nadrossja den Prozess der Privatisierung. Dies bedeutet die Unabhängigkeit von der Staatsregierung und gleichzeitig mehr Verantwortung für die eigene Zukunft, doch auch Freiheit des Wortes.

Auf diesem Weg bekommt die Redaktion bedeutende Unterstützung vom OSZE-Projekt-Coordinator in der Ukraine. Im Rahmen des Projekts „Unterstützung der staatlichen und kommunalen Medien im Reformprozess“ fand ein runder Tisch zwischen den Koordinatoren des Projekts und den Leitern der Stadt- und Kreisverwaltung unter dem Motto „Grünes Licht — dem Reformprozess der Druckmedien“ statt. Auch das Team der Korssuner Zeitung hat dadurch eine gute Möglichkeit, an verschiedenen Trainings teilzunehmen und bekommt Strategien der Überwindung der Schwierigkeiten bei der Reform und der Gewährleistung der stabilen Arbeit.

- Die Reformen, die in der Ukraine zurzeit umgesetzt werden, betreffen die Gebiets-und Verwaltungsreformen. Bis Dezember 2016 gehörten zum Bezirk Korssun (mit dem Zentrum in der Stadt Korssun) 24 Dorf-Räte. Im Prozess der Gebiets-und Verwaltungsreformen wurden jetzt zwei Einheitsgemeinden gegründet. Zu einer gehören jetzt fünf Dorf-Räte, zur anderen sieben. Jede von den Einheitsgemeinden begann, selbstständig ihre Entwicklung zu planen.

- Die Korssuner machen sich Sorgen wegen einer Reform im medizinischen Bereich, die zurzeit in der Ukraine umgesetzt wird. Die Menschen fürchten, dass dieser Prozess sie ohne Krankenhaus lässt. Sie müssten dann medizinische Hilfe irgendwo anders bekommen. Deswegen initiierten Aktivisten der Stadt öffentliche Diskussionen, eine Reihe von „Runden Tischen“ und Gespräche mit den Beamten.

Besonders konstruktive Gespräche wurden mit dem stellvertretenden Gesundheitsminister Paul Kovtonyuk, dem Gouverneur der Region Tscherkassy (zu der Kossun gehört) Jurij Tkachenko und den Leitern der zuständigen Ämter geführt, die für die Umsetzung der Reform im medizinischen Bereich im Gebiet Tscherkassy verantwortlich sind.

Die Entschlossenheit, das Krankenhaus in Korssun zu behalten, bewiesen mehr als 100 Korssuner. Am 11. Januar blockierten sie eine Autostraße mit nationaler Bedeutung. Als Ergebnis der Aktion besuchte Gouverneur Jurij Tkachenko Korssun und versicherte, dass das Krankenhaus nicht geschlossen wird. Außerdem versprach er, die technische Ausrüstung des Krankenhauses in Korssun zu fördern.

- Einen sportlichen Erfolg landete die Kyokushinkai-Karate-Lehrerin der Korssuner Sportschule, Ksenia Schaposchnikova: Sie nahm an der Weltmeisterschaft dieser Vollkontakt-Karate-Ausrichtung teil, die vom 21. bis 22. Januar in Japan stattfand. Nach einer siebenstündigen Prüfung und 30 Kämpfen errang Ksenia Schaposchnikova den dritten Dan und den Ehrentitel Sensei. Sie ist damit erst die vierte Frau in der Ukraine, die diesen Ehrentitel tragen darf.

Gastbeitrag von Valentina Dovhopola aus Korssun-Schewtschenkiwski

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