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Strafzettel von der Stadt trotz kaputtem Ticket-Automaten

Gifhorn Strafzettel von der Stadt trotz kaputtem Ticket-Automaten

Mächtig geärgert hat sich Friedel Thiem über den Strafzettel, der hinter ihrem Scheibenwischer klemmte - der Parkschein-Automat in der Einhängerstraße an der Konrad-Adenauer-Straße, wo die 57-Jährige parkte, war nämlich kaputt und mit blauer Plastikfolie zugeklebt.

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Parkärger: Muhammed Akin bekam einen Strafzettel, obwohl der Ticket-Automat außer Betrieb und abgeklebt war.

Quelle: Michael Uhmeyer

Genau so wie Thiem ärgerte sich auch „Falschparker“ Muhammed Akin: „Ich war wirklich total überrascht als ich den Strafzettel sah.Wo soll ich denn einen Parkschein her bekommen, wenn der Automat kaputt ist“, fragt der 35-jährige Gifhorner. Weil Friedel Thiem sich so ärgerte, marschierte Thiem schnurstracks ins Ordnungsamt der Stadt und beschwerte sich. „Aber ich bekam nur die Auskunft, dass dort ein Parkschild steht, und man dann eine Parkscheibe ins Auto legen muss.“

Zurück an Ort und Stelle fand Thiem auch das Schild. Auf dem waren außer einem großen „P“ die Zeiten abzulesen, wann ein Parkschein zu ziehen sei: montags bis freitags 8 bis 17 Uhr, samstags 8 bis 14 Uhr. „Aber es stand nichts von einer Höchstpark-Dauer und der Automat war ja abgeklebt. Woher soll ich dann wissen, wie lange ich da parken kann, ohne eine Strafe zu bekommen.“ Thiem suchte im Internet und fand den Paragrafen 13 der StVO, der besagt, dass bei kaputtem Automaten mit Parkscheibe „nur bis zur angegebenen Höchstparkdauer geparkt werden“ darf.

„Frau Thiem hat Recht, es tut uns leid. Wir haben einen Fehler gemacht“, erklärte auf Anfrage der AZ Elke Rohrbeck, Leiterin des Gifhorner Ordnungsamts. Wenn keine Angabe zur Höchstparkdauer zu finden sei, brauche auch keine Parkscheibe ins Auto gelegt zu werden. Thiem, Akin und anderen Betroffenen rät Rohrbeck, Einspruch einzulegen, wenn der Bußgeldbescheid über zehn Euro ins Haus flattert: „Dann wird das Verfahren eingestellt.“

jr

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