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Gifhorn Stadt Stieftochter missbraucht: Vier Jahre Haft
Gifhorn Gifhorn Stadt Stieftochter missbraucht: Vier Jahre Haft
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16:27 23.10.2012

In den Jahren 2004 bis 2008 missbrauchte er mindestens 41 Mal seine damals erst achtjährige Stieftochter. Vor Gericht gab er alle Taten zu und legte ein umfangreiches Geständnis ab.

Damit ersparte der 39-Jährige seiner Stieftochter die Aussage vor Gericht. Noch heute leidet sie schwer unter den Taten: Bei ihr wurde eine posttraumatische Störung diagnostiziert. Sie hat eine Essstörung mit massivem Übergewicht und neigt zu Selbstverletzungen.

Das Martyrium des Kindes hörte erst auf, als ihr Stiefvater im September 2008 vom gewaltsamen Tod seiner Eltern und seines Bruders erfuhr.

Der psychiatrische Gutachter sprach von einer überlegten, planvollen Vorgehensweise des Mannes. Jahrelang fiel der Ehefrau und Mutter des Kindes nichts auf. Erst als sie einen von der Tochter beschriebenen Zettel mit den Vorwürfen der Vergewaltigungen fand, flog der Mann auf.

Der Gutachter ist sich sicher, dass der 39-Jährige eine pädophile Neigung hat. Einige seiner Rechtfertigungen (zum Beispiel schlechte Ehe, Schuldenlast) seien für Missbrauchstäter typisch, sagte der Fachmann. Typisch auch die Fehlbeurteilung, dass es dem Kind dabei gut gegangen sei.

„Es tut mir leid. Ich sehe das Ausmaß erst jetzt“, sagte der Gifhorner zum Schluss der Verhandlung und nahm das Urteil der Strafkammer 3 an.

ree