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Stiefel-Party-Razzia: Bußgeld droht

Obernholz-Steimke Stiefel-Party-Razzia: Bußgeld droht

Steimke . Kräftig feiern ist bei der Stiefel-Party ein Muss. Doch an diesem Wochenende gab es Probleme. Alkoholisierte Minderjährige wurden von Polizei und Landkreis von der Party geholt (AZ berichtete). Ob es die Party 2012 erneut geben wird, ist noch offen.

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Stiefel-Party: Auf die Veranstalter warten jetzt Bußgeldverfahren.

Quelle: Waskow (Archiv)

Laut Gifhorns Kreisjugendreferentin Kathrin Rösel gab es 13 betrunkene Jugendliche, keine Alterskontrollen, keinen Sicherheitsdienst. Im Zelt wurde außerdem geraucht, die Thekenkräfte schenkten Alkohol an Minderjährige aus.

Den Veranstaltern drohen jetzt Bußgelder vor allem wegen Ausschanks von Alkohol an Jugendliche. „Wir müssen abwarten, was da an Kosten auf uns zukommt. Außerdem müssen wir sehen, was für Auflagen es für eine Party 2012 geben wird. Erst dann werden wir entscheiden, ob es wieder eine Stiefel-Party geben wird“, so Malte Wrede vom Stiefel-Club.

Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel will erst genau prüfen lassen, ob es handfeste Beweise dafür gibt, dass im Festzelt geraucht wurde. Sei das der Fall, sei die Samtgemeinde als zuständige Behörde „aus ordnungsrechtlicher Sicht gezwungen“, ein Bußgeld wegen des Verstoßes gegen das Nichtraucherschutzgesetz zu verhängen, so Taebel auf AZ-Anfrage.

Kontrollen des Nichtraucherschutzes bei öffentlichen Partys wird es von Seiten der Samtgemeinde Hankensbüttel künftig aber wohl nicht geben. „Wir können das personell nicht leisten und setzen auf die Kooperation mit dem Landkreis und der Polizei“, erklärt Taebel weiter. Und der Landkreis will laut Rösel verstärkt derartige Feiern kontrollieren.


AZ-TALK: Kreisjugendreferentin Kathrin Rösel im Gespräch

Bei der Stiefel-Party gab es zahlreiche Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. AZ-Mitarbeiter Thorsten Behrens sprach mit Kreisjugendreferentin Kathrin Rösel über die Folgen und Möglichkeiten der Prävention.

AZ : Wird es nach den Ereignissen bei der Stiefel-Party in Steimke künftig überhaupt noch große Partys im Landkreis geben?
Rösel : Sicher. Es ist nicht unser Ziel, Partys zu verbieten. Ich bin dafür, dass junge Leute feiern. Aber wir wollen Kinder und Jugendliche schützen.

AZ : Wird künftig stärker kontrolliert?
Rösel : Eindeutig.

AZ : Dann kann aber bereits alles zu spät sein. Was lässt sich im Vorfeld tun?
Rösel : Ich wünsche mir, dass Veranstalter im Vorfeld Gespräche mit mir suchen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Fehler durch Unwissenheit der Veranstalter entstehen.

AZ : Denken Sie, dass Gespräche etwas bringen?
Rösel : Ja. Ich habe beispielsweise gute Erfahrungen mit Abi-Jahrgängen gemacht, die in der Stadthalle gefeiert haben. Wir haben uns im Vorfeld zusammengesetzt und intensiv über das Thema gesprochen. Von den Erfahrungen und Ideen können alle Veranstalter profitieren.

AZ : Was ist mit den Veranstaltern, von denen Sie nicht angesprochen werden?
Rösel : Ich könnte mir vorstellen, in diesen Fällen selbst auf die Veranstalter zuzugehen und Gespräche anzubieten, wenn ich von einer Veranstaltung weiß.

Veranstalter können sich unter der Rufnummer 05371-82521 bei Katrin Rösel über geltende Gesetze sowie Tipps zur Umsetzung des Jugendschutzes informieren.

ba

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