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Gifhorn Stadt Stammkunden bleiben Türkei treu
Gifhorn Gifhorn Stadt Stammkunden bleiben Türkei treu
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00:16 28.07.2017
Trotz Reisehinweis: So wie hier im Reisebüro Nesemann halten Gifhorner Türkei-Fans an ihrem Reiseziel fest. Quelle: Sebastian Preuss
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Gifhorn

Deutschland schlägt gegenüber der Türkei härtere Töne an,, und Außenminister Sigmar Gabriel hat die Reisehinweise verschärft. Langjährige Türkei-Fans aus Gifhorn lassen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Sie buchen weiterhin in Reisebüros ihren Urlaub an der türkischen Riviera. Entschiedene Türkei-Gegner weichen hingegen aus: Spanien, Griechenland, Portugal und Bulgarien profitieren.

„Es gibt viele Stammkunden, die trotz der verschärften Reisehinweise an der Türkei festhalten“, weiß Klaus Reinecke vom Reisebüro Reinecke im Steinweg. Das Preis-Leistungsverhältnis stimme, in Urlaubsorten wie Side oder Alanya habe es noch nie Probleme gegeben, argumentierten überzeugte Türkei-Fans. Auch Türkei-Urlauber, die vor der Verschärfung der Reisehinweise gebucht hätten, würden am Reiseziel Türkei festhalten. „Stornierungen hat es bisher noch nicht gegeben“, sagt Reinecke. Persönlich würde der Reisebüro-Chef jedoch nicht in die Türkei fliegen: „Ich will das Erdogan-Regime nicht unterstützen.“

„Bis dato haben unsere Türkei-Stammkunden sich durch die Verschärfung der Reisehinweise nicht beeindrucken lassen – sie ziehen ihre Urlaubsreise durch“, bestätigt auch Veronika Pflug vom Tui-Reisecenter am Steinweg. „Viele kennen sich am türkischen Urlaubsort seit Jahren bestens aus, lieben die Hotels und das tolle Wetter“, verweist Pflug darauf, dass auch der günstige Preis bei der Buchung eine Rolle spiele. Andere Gifhorner winken sofort ab, wenn der Türkei-Reisekatalog auf den Tisch komme. „Griechenland, Spanien, Bulgarien, Portugal, Kanaren und Balearen sind gefragte Ausweichziele.“

„Stammkunden fliegen nach wie vor in die Türkei“, erklärt Barbara Nesemann vom Reisebüro Nesemann am Steinweg. Insbesondere in den bevorstehenden Herbstferien sei die Türkei „super gebucht“. „Da spielt der günstige Preis eine Rolle“, vermutet Nesemann. Urlauber, die das Erdogan-Regime nicht unterstützen wollen, lehnten einen Türkei-Urlaub hingegen kategorisch ab. „Sie ziehen Spanien oder Griechenland als Urlaubsland vor“, so die Reisebüro-Chefin.

Gifhorner, die kurzfristig in die Sonne fliegen wollen, werden auch in den nächsten Wochen noch fündig. „Man darf jedoch nicht wählerisch sein – insbesondere was die Abflughäfen angeht“, erläutert Nesemann.

Von Uwe Stadtlich

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