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Stadthalle: Im Westen nichts Neues

Gifhorn Stadthalle: Im Westen nichts Neues

Gifhorn. „Im Westen nicht Neues“: In seinem Roman schildert Erich Maria Remarque, wie vier Jungen von der Schulbank aus in den Ersten Weltkrieg geschickt werden. Das Junge Theater Göttingen brachte am Dienstag das Buch in der Inszenierung von Nico Dietrich auf die Bühne der Stadthalle.

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Überzeugende Darstellung: Um die Schrecken des Ersten Weltkrieges ging es beim Theaterstück „Im Westen nichts Neues“.

Quelle: Photowerk (cc)

Gifhorn. Treffsicher veranschaulicht Susanne Ruppert mit einem Haufen Korksand den Schauplatz zwischen dem Morast der Westfront und dem Friedhof. Ich-Erzähler Paul Bäumer wird auf eines der drei metallenen Bettgestelle gelegt, um ihm einen Granatsplitter aus dem Nacken zu operieren.

Im Rückblick erfährt das Publikum, wie die vier Schüler sich im Feld mit dem Schlosser Tjaden, dem Torfstecher Haie, dem Bauern Detering und dem schlauen Katczinsky anfreunden. Der erste Angriff im Schützengraben, die ersten Toten und Gasattacken lassen die Jungen schlagartig erwachsen werden.

Die jugendliche Unbekümmertheit weicht Gleichgültigkeit aus Selbstschutz. So sorgt sich einer der Jungen vor allem um die Stiefel seines sterbenden Freundes. Die Zahl der Opfer steigt. Von den Klassenkameraden ist kaum einer mehr da. So verharrt Bäumer auf seinem Heimaturlaub in Sprachlosigkeit. Kurz vor Kriegsende fällt Katczinsky, Paul wird verwundet. Wie zu Beginn des Abends steht die Operation an. Er überlebt sie nicht. Ob in Monologen oder kraftvollen Dialogen vermittelt sich das Grauen meist verbal. In den kurzen szenischen Sequenzen ist viel von schrecklichen Dingen die Rede.

Das bestechende Spiel des Ensembles vermag den Wechsel zwischen der Apokalypse des Tötens und den kleinen Momenten des Glücks, in denen der Krieg weit weg scheint, überzeugend wiederzugeben.

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