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Gifhorn Stadt Stadthalle: Faszinierendes Theater
Gifhorn Gifhorn Stadt Stadthalle: Faszinierendes Theater
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18:14 22.11.2013
Ein außergewöhnliches Theaterereignis: Um das Leben der taub-blinden Helen Keller ging es bei „Licht im Dunkel“ - die Inszenierung kam in Gifhorn bestens an. Quelle: Photowerk (mpu)
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Helen Keller kommt Ende des 19. Jahrhunderts als gesundes Kind auf die Welt. Mit 19 Monaten verliert sie durch eine Krankheit das Augenlicht und das Gehör. Helens Eltern sind überfordert dem Kind aus der Welt der Stille und Dunkelheit zu helfen, ihm eine Richtung zu weisen oder einen Halt zu geben. Doch dann tritt die junge Lehrerin Annie Sullivan in Helens Leben. Hartnäckig fordert die junge Pädagogin wahrlich mit unendlicher Geduld das Kind so lange bis Licht ins Dunkel kommt. Laia Sanmartin brilliert in der schwierigen Rolle des trotzigen und unerzogenen, blinden und stummen Mädchens. Das Aufbegehren, die Panik, die Verzweifelung und die überwältigende Freude setzt Sanmartin großartig in Szene. Ebenso überzeugend verkörpert Birge Schade die engagierte Erzieherin, die gegen viele Widerstände sich dem Kind widmet, an eine Zukunft des behinderten Mädchens glaubt. Und Helen macht es ihrer Lehrerin nicht leicht: Verzweifelt in ihrer Welt gefangen, verwüstet sie die Zimmer, tobt, spuckt und beißt. Sanmartin und Schade legen ein unvergessliches Zeugnis ihrer Schauspielkunst ab. Auch das übrige Ensemble präsentiert eine außergewöhnliche Leistung in der intelligenten Inszenierung. Die Leistungen aller Darstellerinnen und Darsteller werden lange im Gedächtnis bleiben. In dem durchdacht reduziertem Bühnenbild von Stephan Mannteufel erlebt das Gifhorner Publikum ein glänzendes Theaterereignis. Es zollt dem faszinierenden Abend großen Beifall.

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