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Gifhorn Stadt St. Maria Goretti: Letzter Gottesdienst am 24. September
Gifhorn Gifhorn Stadt St. Maria Goretti: Letzter Gottesdienst am 24. September
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00:28 12.07.2014
Abriss steht kurz bevor: Die katholische Kirche St. Maria Goretti in Meinersen schließt im September ihre Pforten. Quelle: Kottlick
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Bereits 2008 sei beschlossen worden, „dass wir uns von einem Drittel unserer Gebäude trennen müssen“, blickt der Pastoralreferent zurück. Ein Jahr später sei überlegt worden, in dem Meinerser Kirchengebäude Senioren-Wohnungen einzurichten (AZ berichtete). 27 Wohneinheiten seien für den Planer jedoch nicht rentabel gewesen. Im Anschluss reifte der Plan, das Gebäude als Gemeinschaftshaus zu nutzen, nannte Wrasmann weitere Ideen. Letztlich stellte sich heraus, dass die gesamte Kirche mit Asbest verseucht ist. Als größere bauliche Maßnahmen erforderlich wurden, sei der Entschluss gefasst worden, das Gebäude abzureißen und das Gelände zu verkaufen.

Nach wie vor seien dort unter anderem Sternsinger aktiv. Wrasmann zufolge aber „schrumpft die Gemeinde, und die Mitglieder werden immer älter“. Auch bestünden personell arge Probleme. So gebe es für die vier Standorte St. Altfrid und St. Bernward, Meine und Meinersen mit 12.000 Gemeindemitgliedern nur anderthalb Pastorenstellen. In dieser Hinsicht beschreite die katholische Kirche neue Wege - „die Leitungs-Teams bestehen aus Ehrenamtlichen“, informierte Wrasmann. Fest stehe jetzt, dass St. Maria Goretti abgerissen wird und auf dem Areal Grundstücke entstehen. Hinsichtlich der örtlichen Katholiken „werden wir gucken, ob wir auf die evangelische Gemeinde zugehen“.

Ähnliche bauliche Probleme wie bei St. Maria Goretti könnten auch bei den anderen 170 Kirchen auftreten, die laut Wrasmann allesamt nach dem Krieg als religiöse Heimat für Flüchtlinge gebaut wurden. So sei auch bei der Gifhorner St. Altfrid-Kirche zu befürchten, „dass uns bald das Dach herunterkommt“.

hik

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